Bier kann man mögen und man kann Bier sogar zele­brieren. Das Alte Mäd­chen in den Schan­zen­höfen tut dies zwei Mal im Jahr mit den Craft Beer Days. Wir haben am 19. November den Winter Beer Day 2016 besucht und ver­raten euch nun warum ihr beim nächsten Mal unbe­dingt dabei sein solltet.

Von 11 bis 23 Uhr öff­nete das Event für einen halben Tag die Tore und wir können gleich vorweg sagen, dass sich ein frühes Erscheinen lohnt. Bei mode­ratem, ange­nehmen Spät­herbst­wetter konnte man um die 3000 Gäste begrüßen, was die räum­li­chen Kapa­zi­täten so ziem­lich ans Limit brachte und den eigent­lich urge­müt­li­chen Charme in Rich­tung Abend doch etwas bremste. Den­noch lohnen sich die 5 Euro Ein­tritt unge­mein, denn 18 Brauer prä­sen­tierten ihr Port­folio mit Fokus auf sai­so­nale Pro­dukte. Für 2 bis 5 Euro konnte man sich sein Som­me­lier­glas dort mit durch­ge­hend gelun­genen Ales, Por­ters, Stouts oder Bock befüllen lassen. Wirk­lich erstaun­lich, dass alle Proben min­des­tens okay geschmeckt haben. Unsere High­lights möchten wir euch nicht vor­ent­halten:

Wir wollen nicht das tau­sendste Pale Ale pro­du­zieren”

sagt uns die freund­liche Geschäfts­füh­rerin von Fräu­lein Brauer. Ihr Mann braut neben­be­ruf­lich deut­sche Biere, denen Fräu­lein Brauer seit Januar eine Renais­sance ver­passen will. Braun­bier ist so ein Bei­spiel. Ihr “Brun­hilde” wird mit Gerste gebraut und schmeckt ange­nehm malzig und bitter. Beim Thema Rauch­bier waren wir beson­ders skep­tisch, doch “Stroh-Feuer”, ein Rauch-Lager, wusste zu gefallen! Neben vor­der­grün­diger Süf­fig­keit breitet sich im Hin­ter­grund dezent der Rauch­ge­schmack aus und ließ uns sofort von knis­terndem Kamin­feuer träumen. Die sehr Männer-freun­d­­lich gestal­teten Fla­schen seien nur so nebenbei erwähnt.

Nikhil Jani ist für seine große Liebe (nein, nicht Bier) von London nach Ham­burg gezogen und betreibt nun in Als­ter­dorf eine Mikro-Brauerei namens Circle 8 Bre­wery. Dort hat er das wohl weih­nacht­lichste Gebräu des Tages her­ge­stellt, das “X‑Mas Ale”. Als Basis dient hier ein typi­sches Porter, dass er dazu aber mit allerlei Glüh­­wein-Zutaten ver­mengt hat: Zimt, Nelken, Anis, Fen­chel und Pfeffer(kuchen). Nikhil verrät uns: “Die Balance ist wichtig!” Finden wir auch und applau­dieren.

Die kleine Insel Fanö gilt als däni­sches Sylt. Zu den 3.000 Ein­woh­nern gesellen sich in der Saison um die 40.000 Tou­risten. Solltet ihr auch dazu gehören, lasst euch das Fanö Bryghus (gespro­chen Brühhus) nicht ent­gehen! Seit 2009 werden dort Bier­spe­zia­li­täten her­ge­stellt, was mitt­ler­weile zu einem großen bunten Sor­ti­ment reicht. Ihr dies­jäh­riges Weih­nachts­bier ist das “Jule­bryg”, ein Porter mit Kaffee,  ein tief­schwarzes Gesöff, das im Abgang nach stark gebrühtem Kaffee schmeckt.

Beson­ders inter­es­sant war das “Storm­flod”, ein Stout mit Milch­scho­ko­lade, die über den Ein­satz von Kakao und Lak­tose sug­ge­riert wurde. Man hatte tat­säch­liche ein cre­miges Gefühl im Mund.

(rechts) Unser däni­scher Prak­ti­kant Lausten ist mächtig stolz auf die bunte Viel­falt seiner Heimat.

Seit 1752 besteht die Brauma­nu­faktur Welde in Plank­s­tedt bei Hei­del­berg nun schon. Und seit bereits 8 Jahren tobt man sich intensiv im Craft Beer Bereich aus – eine halbe Ewig­keit für die deut­sche Szene. Seither bringt man ein beson­deres Jahr­gangs­bier heraus bei dem der Fokus auf einer beson­deren Hop­fen­sorte eines Landes liegt. 2016 wählte man Eng­lands „War­rior Queen“ Hopfen. Eine sehr gute Ent­schei­dung! Denn der unter­gä­rige Bock besticht mit einer mund­fül­lenden Wucht aus Tro­cken­früchten und Malz. Herr­lich.

Ein zweites High­light war das „Bourbon-Barrel Bock“, quasi ein Blend aus Bock, den man sowohl in Bourbon‑, als auch Rum- und Tequila-Fäs­­sern gela­gert hat. Es duftet bei­nahe nach Milch mit Honig und beginnt im Mund mit einer warmen Vanille-Note. Ein­fach wun­derbar ele­gant für den Winter.

Für das „Pepper Pils“ ver­suchte man sich erfolg­reich am Ein­satz von Pfeffer im Sud. Dabei ent­steht ein würzig-fruch­­tiger Geschmack, der dem Pils eine erfri­schende Power gibt. Sollte man pro­biert haben!

Die Super Freunde haben nicht nur coole Jeans­ja­cken, son­dern brauen seit Januar auch ihr eigenes Bier bei Hops&Barley in Berlin. Die Jungs bringen uns das “GPA”, ein Golden Pale Ale. Es hat eine dezente Wei­ß­­wein-Note, aber den süf­figen Abgang vom markt­be­kannten “Becks Gold”. Dazu noch die fruch­tige Ale-Nase, ein­fach som­mer­lich! Passt zwar nicht in die Jah­res­zeit, solltet ihr euch für das nächste Grill­fest aber unbe­dingt vor­merken!

Hopper Bräu, deren “Ame­ri­ka­ni­schen Traum” wir letztes Jahr ver­fallen sind, hat sich prächtig ent­wi­ckelt. Bald schon plant man eine eigene Brauerei zu kaufen, nachdem man bis­lang “zur Miete” braut. Für den Craft Bier Day gab es etwas Beson­deres. Ihr fruch­tiges Weiß­bier “Weiz­heit” haben sie ein­malig im Cognac-Fass gela­gert! Dabei ent­steht ein merk­li­cher Touch von Weiß­wein, der sehr nobel wirkt. Die Probe kos­tete dann auch immerhin stolze 5€. Wir sagen trotzdem: Mehr davon! In Pla­nung sind bereits Porter in Whisky- und Sherry-Fäs­­sern.

(rechts) Hier geht’s zum Tas­ting vom “Ame­ri­ka­ni­schen Traum”

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Nochmal Däne­mark, nochmal Insel. Auf Fyn ist die Ugly Duck Brewing behei­matet, die es uns mit ihren kräf­tigen, aus­ge­fal­lenen Sorten beson­ders angetan haben. Neben dem Ame­rican Ale “Obama”, gibt es auch das “Putin”, ein aus­ge­spro­chen gutes Impe­rial Stout — heißt viel Rauch­malz und wär­mender Alkohol (8,9 Umdre­hungen). Mitt­ler­weile denkt man scherz­haft dar­über nach auch ein “Trump” auf den Markt zu bringen, ein Bier, das “ein­fach nur scheiße schmeckt”.

So richtig gefeiert haben wir dann das “Red Ale Cele­bra­tion”. Zum 10jährigen Jub­liäum hat Ugly Duck ein Impe­rial Red Ale pro­du­ziert. Red Ale ist eine moderne Varia­tion, die seinen Namen einem roten Kara­mell­malz ver­dankt. Und weil es sich hier um ein Impe­rial han­delt, ist von allem Guten gleich eine ganze Hand voll mehr mit im Glas. Klingt so schon super. Doch Ugly Duck setzt dem ganzen mit einer halb­jäh­rigen Rot­wein­fass­la­ge­rung die Krone auf. So ein voller, runder, leckerer Geschmack, der trotz aller Vor­gänger noch reich beein­druckt.

Alle ange­prie­senen Pro­dukte findet ihr natür­lich im Netz aber auch beim sym­pa­thi­schen Fach­ver­käufer „Craft Beer Store“ in den Schan­zen­höfen. Da ich übri­gens nicht so gut Fotos knipsen kann wie Jannik, habe ich mir die Fotos vom Alten Mäd­chen geborgt. (Foto-Credits: Hen­ning Angerer)

Bier kann man mögen und man kann Bier sogar zele­brieren. Das Alte Mäd­chen in den Schan­zen­höfen tut dies zwei Mal im Jahr mit den Craft Beer Days. Wir haben am 19. November den Winter Beer Day 2016 besucht und ver­raten euch nun warum ihr beim nächsten Mal unbe­dingt dabei sein solltet.

Von 11 bis 23 Uhr öff­nete das Event für einen halben Tag die Tore und wir können gleich vorweg sagen, dass sich ein frühes Erscheinen lohnt. Bei mode­ratem, ange­nehmen Spät­herbst­wetter konnte man um die 3000 Gäste begrüßen, was die räum­li­chen Kapa­zi­täten so ziem­lich ans Limit brachte und den eigent­lich urge­müt­li­chen Charme in Rich­tung Abend doch etwas bremste. Den­noch lohnen sich die 5 Euro Ein­tritt unge­mein, denn 18 Brauer prä­sen­tierten ihr Port­folio mit Fokus auf sai­so­nale Pro­dukte. Für 2 bis 5 Euro konnte man sich sein Som­me­lier­glas dort mit durch­ge­hend gelun­genen Ales, Por­ters, Stouts oder Bock befüllen lassen. Wirk­lich erstaun­lich, dass alle Proben min­des­tens okay geschmeckt haben. Unsere High­lights möchten wir euch nicht vor­ent­halten:

Wir wollen nicht das tau­sendste Pale Ale pro­du­zieren”

sagt uns die freund­liche Geschäfts­füh­rerin von Fräu­lein Brauer. Ihr Mann braut neben­be­ruf­lich deut­sche Biere, denen Fräu­lein Brauer seit Januar eine Renais­sance ver­passen will. Braun­bier ist so ein Bei­spiel. Ihr “Brun­hilde” wird mit Gerste gebraut und schmeckt ange­nehm malzig und bitter. Beim Thema Rauch­bier waren wir beson­ders skep­tisch, doch “Stroh-Feuer”, ein Rauch-Lager, wusste zu gefallen! Neben vor­der­grün­diger Süf­fig­keit breitet sich im Hin­ter­grund dezent der Rauch­ge­schmack aus und ließ uns sofort von knis­terndem Kamin­feuer träumen. Die sehr Männer-freun­d­­lich gestal­teten Fla­schen seien nur so nebenbei erwähnt.

Nikhil Jani ist für seine große Liebe (nein, nicht Bier) von London nach Ham­burg gezogen und betreibt nun in Als­ter­dorf eine Mikro-Brauerei namens Circle 8 Bre­wery. Dort hat er das wohl weih­nacht­lichste Gebräu des Tages her­ge­stellt, das “X‑Mas Ale”. Als Basis dient hier ein typi­sches Porter, dass er dazu aber mit allerlei Glüh­­wein-Zutaten ver­mengt hat: Zimt, Nelken, Anis, Fen­chel und Pfeffer(kuchen). Nikhil verrät uns: “Die Balance ist wichtig!” Finden wir auch und applau­dieren.

Die kleine Insel Fanö gilt als däni­sches Sylt. Zu den 3.000 Ein­woh­nern gesellen sich in der Saison um die 40.000 Tou­risten. Solltet ihr auch dazu gehören, lasst euch das Fanö Bryghus (gespro­chen Brühhus) nicht ent­gehen! Seit 2009 werden dort Bier­spe­zia­li­täten her­ge­stellt, was mitt­ler­weile zu einem großen bunten Sor­ti­ment reicht. Ihr dies­jäh­riges Weih­nachts­bier ist das “Jule­bryg”, ein Porter mit Kaffee,  ein tief­schwarzes Gesöff, das im Abgang nach stark gebrühtem Kaffee schmeckt.

Beson­ders inter­es­sant war das “Storm­flod”, ein Stout mit Milch­scho­ko­lade, die über den Ein­satz von Kakao und Lak­tose sug­ge­riert wurde. Man hatte tat­säch­liche ein cre­miges Gefühl im Mund.

(rechts) Unser däni­scher Prak­ti­kant Lausten ist mächtig stolz auf die bunte Viel­falt seiner Heimat.

Seit 1752 besteht die Brauma­nu­faktur Welde in Plank­s­tedt bei Hei­del­berg nun schon. Und seit bereits 8 Jahren tobt man sich intensiv im Craft Beer Bereich aus – eine halbe Ewig­keit für die deut­sche Szene. Seither bringt man ein beson­deres Jahr­gangs­bier heraus bei dem der Fokus auf einer beson­deren Hop­fen­sorte eines Landes liegt. 2016 wählte man Eng­lands „War­rior Queen“ Hopfen. Eine sehr gute Ent­schei­dung! Denn der unter­gä­rige Bock besticht mit einer mund­fül­lenden Wucht aus Tro­cken­früchten und Malz. Herr­lich.

Ein zweites High­light war das „Bourbon-Barrel Bock“, quasi ein Blend aus Bock, den man sowohl in Bourbon‑, als auch Rum- und Tequila-Fäs­­sern gela­gert hat. Es duftet bei­nahe nach Milch mit Honig und beginnt im Mund mit einer warmen Vanille-Note. Ein­fach wun­derbar ele­gant für den Winter.

Für das „Pepper Pils“ ver­suchte man sich erfolg­reich am Ein­satz von Pfeffer im Sud. Dabei ent­steht ein würzig-fruch­­tiger Geschmack, der dem Pils eine erfri­schende Power gibt. Sollte man pro­biert haben!

Die Super Freunde haben nicht nur coole Jeans­ja­cken, son­dern brauen seit Januar auch ihr eigenes Bier bei Hops&Barley in Berlin. Die Jungs bringen uns das “GPA”, ein Golden Pale Ale. Es hat eine dezente Wei­ß­­wein-Note, aber den süf­figen Abgang vom markt­be­kannten “Becks Gold”. Dazu noch die fruch­tige Ale-Nase, ein­fach som­mer­lich! Passt zwar nicht in die Jah­res­zeit, solltet ihr euch für das nächste Grill­fest aber unbe­dingt vor­merken!

Hopper Bräu, deren “Ame­ri­ka­ni­schen Traum” wir letztes Jahr ver­fallen sind, hat sich prächtig ent­wi­ckelt. Bald schon plant man eine eigene Brauerei zu kaufen, nachdem man bis­lang “zur Miete” braut. Für den Craft Bier Day gab es etwas Beson­deres. Ihr fruch­tiges Weiß­bier “Weiz­heit” haben sie ein­malig im Cognac-Fass gela­gert! Dabei ent­steht ein merk­li­cher Touch von Weiß­wein, der sehr nobel wirkt. Die Probe kos­tete dann auch immerhin stolze 5€. Wir sagen trotzdem: Mehr davon! In Pla­nung sind bereits Porter in Whisky- und Sherry-Fäs­­sern.

(rechts) Hier geht’s zum Tas­ting vom “Ame­ri­ka­ni­schen Traum”

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Mit dem Laden des Videos akzep­tierst du die Daten­schutz­er­klä­rung von You­Tube.
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Nochmal Däne­mark, nochmal Insel. Auf Fyn ist die Ugly Duck Brewing behei­matet, die es uns mit ihren kräf­tigen, aus­ge­fal­lenen Sorten beson­ders angetan haben. Neben dem Ame­rican Ale “Obama”, gibt es auch das “Putin”, ein aus­ge­spro­chen gutes Impe­rial Stout — heißt viel Rauch­malz und wär­mender Alkohol (8,9 Umdre­hungen). Mitt­ler­weile denkt man scherz­haft dar­über nach auch ein “Trump” auf den Markt zu bringen, ein Bier, das “ein­fach nur scheiße schmeckt”.

So richtig gefeiert haben wir dann das “Red Ale Cele­bra­tion”. Zum 10jährigen Jub­liäum hat Ugly Duck ein Impe­rial Red Ale pro­du­ziert. Red Ale ist eine moderne Varia­tion, die seinen Namen einem roten Kara­mell­malz ver­dankt. Und weil es sich hier um ein Impe­rial han­delt, ist von allem Guten gleich eine ganze Hand voll mehr mit im Glas. Klingt so schon super. Doch Ugly Duck setzt dem ganzen mit einer halb­jäh­rigen Rot­wein­fass­la­ge­rung die Krone auf. So ein voller, runder, leckerer Geschmack, der trotz aller Vor­gänger noch reich beein­druckt.

Alle ange­prie­senen Pro­dukte findet ihr natür­lich im Netz aber auch beim sym­pa­thi­schen Fach­ver­käufer „Craft Beer Store“ in den Schan­zen­höfen. Da ich übri­gens nicht so gut Fotos knipsen kann wie Jannik, habe ich mir die Fotos vom Alten Mäd­chen geborgt. (Foto-Credits: Hen­ning Angerer)

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