Wer die Han­sea­ten­ban­de ver­folgt, weiß, dass wir ein Fai­ble für gutes Bier haben. Der Craft Beer Day in den Ham­bur­ger Schan­zen­hö­fen ist da immer ein Fest­tag! 19 Brau­er prä­sen­tie­ren 136 Bie­re, vor­nehm­lich pas­send zu den sin­ken­den Tem­pe­ra­tu­ren. Unser Besuch beim Win­ter Beer Day war ein hoch­pro­zen­ti­ger Erfolg.Ein Bericht von Nig.

Beim elb­Paul hat sich im letz­ten Jahr eini­ges getan. Man sucht jetzt aktiv nach einer eige­nen Loca­ti­on, um die inter­es­san­ten Krea­tio­nen einem brei­te­ren Publi­kum zugäng­lich zu machen. Für den Craft Beer Day haben die bär­ti­gen Jungs eine Wei­zen­bow­le ange­setzt, erfreu­lich süf­fig und weih­nacht­lich. Prak­ti­kant Tom, stil­echt mit elb­­Paul-Müt­­ze, notiert «lecker, lecker» und ordert eine Run­de Bier-Schnaps. Er schmeckt medi­zi­nisch, aber mild, und wärmt mit 45 Volu­men­pro­zent. Start­schuss ins Tas­ting. Ich hal­te mit dem “Pil­su­la­ti­us” die wohl süßes­te Bier­spe­zia­li­tät mei­nes Lebens in den Hän­den. Der Extrakt einer Spe­ku­la­­ti­us-Gewür­z­­mi­­schung domi­niert hier der­ma­ßen, dass man glatt ver­gisst ein Bier in der Hand zu hal­ten.

Ab zu Wel­de, die uns bei den letz­ten Besu­chen so ver­zückt haben. Neu im Sor­ti­ment  und so gar nicht weih­nacht­lich ist das “Citra Hel­les”, ein mit der Hop­fen­sor­te Citra gestopf­tes Lager, dass ganz wun­der­bar nach Hari­bos Tro­pi Frut­ti duf­tet und erfri­schend sprit­zig daher­kommt. Daher wird es auch erst pünkt­lich zum Früh­lings­be­ginn in aus­ge­wähl­ten Super­märk­ten zu kau­fen sein. Ich freue mich drauf!

Gast­ge­ber Rats­herrn, die das Event wie immer neben­an im “Altes Mäd­chen” hos­ten, prä­sen­tie­ren uns die Neu­auf­la­ge des “Drei­zack”. Das Tri­pel wird tra­di­tio­nell mit Trap­pis­ten­he­fe (Mehr dazu im Wei­­zen-Tas­­ting der Ban­de) her­ge­stellt und wur­de danach mit Kori­an­der­saat auf­ge­peppt. Ob man des­halb die 8,4% Alko­hol nicht mit­be­kommt? Eben­falls mit Zusatz­stof­fen auf­ge­peppt ist das “Dark Lan­tern”, das Bier mit dem Hal­lo­we­en­kür­bis auf der Fla­sche, das pas­sen­der­wei­se mit Kür­bis und Mus­kat ange­rei­chert ist und ein Rauch­malz ver­wen­det. Das passt sicher aus­ge­zeich­net zur Gans, sofern man es vor­her in ein Glas umfüllt.

Die Stim­mung bei Ugly Duck Brewing ist super. Ein enthu­si­as­ti­scher Däne schenkt uns die Pro­bier­glä­ser rand­voll. «Awe­so­me!» So auch sei­ne Bie­re. Das “Hop­py Christ­mas” wur­de kre­iert um Fes­tags­bra­ten etwas ent­ge­gen­zu­set­zen. Die­ses IPA hat­te eine schö­ne Besche­rung und wur­de reich­lich mit der kom­ple­xen Hop­fen­sor­te Mosaic beschenkt und noch mit  Oran­gen­scha­le abge­schmeckt. Das Ergeb­nis ist ein fest­li­ches, cre­mi­ges Wohl­ge­fühl. Wer es eher düs­ter mag, wählt den “Black Swan”, ein Stout mit dunk­lem Rauch­malz, das man bestimmt wun­der­bar vor dem Kamin nip­pen kann, wenn gera­de kein Islay Scotch zur Hand ist. Wer sich eher zu den Star­bucks Lovers zählt, soll­te das “Impe­ri­al Vanil­la Cof­fee” nicht ver­pas­sen. Denn hier kom­men auf 1.000L nacht­schwar­zes Por­ter 125L Espres­so und eine noble Men­ge poly­ne­si­sche Vanil­le.

Warum es das Reinheitsgebot gibt? Weil sonst Muscheln im Bier landen!

In Feucht (bei Nürn­berg) legt man ein sym­pa­thi­sches Veto gegen Indus­trie­bie­re ein. Ers­tes Resul­tat der Veto Braue­rei ist der aus­ge­zeich­ne­te “Scho­ko­bär”. Trotz der stren­gen Auf­la­gen des baye­ri­schen Rein­heits­ge­bots, das selbst dekla­rier­te Brau­spe­zia­li­tä­ten ver­bie­tet, schafft es die­ses Stout durch den Ein­satz von 5 Mal­zen einen tol­len Geschmack von Kaf­fee und Scho­ko­la­de zu trans­por­tie­ren. Sehr gelun­gen! Beson­ders ange­tan hat es mir aller­dings das “Lamm­bock”, inspi­riert vom Film. Wie zu ver­mu­ten, han­delt es sich hier um ein klas­si­sches Bock­bier. Doch statt der mar­kan­ten Süße im Abgang schafft es Veto eine net­te Bit­te­re mit­zu­ge­ben, die uns hier im Nor­den sehr zusagt. Pflicht­kauf zum Früh­lings­an­fang!

Die Aus­wahl bei Cir­cle 8 Bre­we­ry war die­ses mal sehr dun­kel und bit­ter, ganz im Kon­trast zum strah­len­den Son­nen­schein an die­sem 25. Novem­ber. So wur­de neben dem wirk­lich tief­schwar­zen “Darkness” auch das bemer­kens­wer­te “Eazy Ryder” ange­bo­ten. Die­ses Rog­gen­bier riecht über­ra­schend fruch­tig bei sei­ner dunk­len Far­be, schmeckt wie zu erwar­ten mal­zig, aber auch nor­disch herb im Abgang. Wir rad­dern easy über Berch un Tal.

Ab zur Bier­fa­brik. Als wir “Oys­ter Stout” lesen, hal­ten wir es erst für eine der übli­chen Namens­schöp­fun­gen der krea­ti­ven Brau­meis­ter. Als wir dann erfah­ren, dass es hier­bei tat­säch­lich um Aus­tern geht — eine alte Tra­di­ti­on — müs­sen wir schlu­cken. Die Scha­len­tie­re waren damals nur Bei­fang und gal­ten als Arme-Leu­­te-Essen, also koch­te man die eiweiß­rei­chen Muscheln mit im Sud, um den typisch fes­ten Schaum des Stout zu för­dern. Die 60 Aus­tern auf 100 Liter schmeckt man dann auch bewusst nicht, sodass Bier­fa­briks “Oys­ter Stout” ein­fach ein lecke­res Stout mit bemer­kens­wert fes­tem Schaum ist. Durch­at­men.

Lang­sam mer­ken wir, dass es wohl auch die­ses Mal nichts wird mit einem Besuch bei allen Brau­ern.

Wir müssen feststellen, dass jedes Bier wie eineinhalb wirkt.

Eigent­lich eine fei­ne Sache um die Käl­te zu ver­trei­ben, doch eher kon­tra­pro­duk­tiv für die Kon­zen­tra­ti­on. Prak­ti­kant Tom füllt die nächs­te Sei­te im Notiz­buch mit einer Zeich­nung von Tobi und mir.

Beim belieb­ten Hop­per Bräu schöp­fen wir aber neue “Hopf­nung”, pri­cke­lig mit ange­neh­mer Bit­te­re. Sehr gelun­ge­nes Pale Ale ame­ri­ka­ni­scher Mach­art. Der “Sai­son­so­zia­list”, ein Wei­zen­dop­pel­bock, ist genau Tobis Ding. Erin­nert der Ein­stieg noch an ein sat­tes Wei­zen­bier, wird es hin­ten­rum süßer und erin­nert bei­na­he an tro­cke­nen Vino. Ob es an den stram­men 9,4% Alko­hol liegt? Und ob wir des­halb jetzt erst mer­ken, dass Hop­per Bräu mitt­ler­wei­le Land­gang heißt…?

Bei den Dänen vom Fanø Bryghus war­tet dann schon die nächs­te Son­der­edi­ti­on: “Greek Slum­ber Par­ty” — ein wirk­lich kras­ses Qua­dru­pel. Denn wir sind uns schnell einig, dass uns der Geruch an Worces­ter Sau­ce erin­nert. Der Geschmack des 10%igen Hop­fen­weins ist dann wie zu erwar­ten ziem­lich süß, bringt aber die Exo­tik von Kra­nich­bee­ren mit auf die Zun­ge. Ganz cra­zy Zeug. Und spä­tes­tens jetzt setzt der Slum­ber im Kopf aber mal so rich­tig ein.

Wir brau­chen drin­gend einen Kick. Als wir “Cra­zy Bas­tard Chil­li Por­ter” lesen, wis­sen wir, dass wir ihn bekom­men wer­den. Die Tri­ni­dad Scor­pio gilt mit als schärfs­te Chil­li der Welt. Kein Grund sie nicht in ein Bier zu wer­fen, dach­ten sich Chris­ti­pa und Andre­as von Pira­te Brew und orga­ni­sier­ten sich eine Zusam­men­ar­beit mit Cra­zy Bas­tard Sau­ce. Das Resul­tat ist ver­rückt, wenn man bedenkt, dass hier 1 ein­zi­ge Chil­li auf 1.000 Liter Bier kommt. Denn das Bier schmeckt deut­lich nach grü­ner Pep­pe­ro­ni und sorgt für eine wei­che Ing­werschär­fe im Hals, wäh­rend das Por­ter den Geschmack mit sei­ner mal­zi­gen Süße dezent trägt.

Am Ende muss­ten wir dann fest­stel­len, dass die typi­schen Bie­re der Win­ter­sai­son für woh­li­ge Wär­me in der Brust und sat­te Gemüt­lich­keit im Kopf sor­gen. Stout, Por­ter, Rauch- und Rot­bier, dazwi­schen hop­fen­ge­stopf­te IPAs mit weih­nacht­li­cher Note — schnell machen sich die hoch­tou­rigen Bier­spe­zia­li­tä­ten bemerk­bar. Nach einem Tag auf dem Win­ter Beer Day fühlt man sich flau­schig wie nach drei Gän­gen bei Oma am 1. Weih­nachts­tag.

Ein Teil der Fotos stammt von Hen­ning Ange­rer, vie­len Dank!

Lay­out: Kapi­tän Tobi

Noti­zen: Prak­ti­kant Tom

Wer die Han­sea­ten­ban­de ver­folgt, weiß, dass wir ein Fai­ble für gutes Bier haben. Der Craft Beer Day in den Ham­bur­ger Schan­zen­hö­fen ist da immer ein Fest­tag! 19 Brau­er prä­sen­tie­ren 136 Bie­re, vor­nehm­lich pas­send zu den sin­ken­den Tem­pe­ra­tu­ren. Unser Besuch beim Win­ter Beer Day war ein hoch­pro­zen­ti­ger Erfolg.Ein Bericht von Nig.

Beim elb­Paul hat sich im letz­ten Jahr eini­ges getan. Man sucht jetzt aktiv nach einer eige­nen Loca­ti­on, um die inter­es­san­ten Krea­tio­nen einem brei­te­ren Publi­kum zugäng­lich zu machen. Für den Craft Beer Day haben die bär­ti­gen Jungs eine Wei­zen­bow­le ange­setzt, erfreu­lich süf­fig und weih­nacht­lich. Prak­ti­kant Tom, stil­echt mit elb­­Paul-Müt­­ze, notiert «lecker, lecker» und ordert eine Run­de Bier-Schnaps. Er schmeckt medi­zi­nisch, aber mild, und wärmt mit 45 Volu­men­pro­zent. Start­schuss ins Tas­ting. Ich hal­te mit dem “Pil­su­la­ti­us” die wohl süßes­te Bier­spe­zia­li­tät mei­nes Lebens in den Hän­den. Der Extrakt einer Spe­ku­la­­ti­us-Gewür­z­­mi­­schung domi­niert hier der­ma­ßen, dass man glatt ver­gisst ein Bier in der Hand zu hal­ten.

Ab zu Wel­de, die uns bei den letz­ten Besu­chen so ver­zückt haben. Neu im Sor­ti­ment  und so gar nicht weih­nacht­lich ist das “Citra Hel­les”, ein mit der Hop­fen­sor­te Citra gestopf­tes Lager, dass ganz wun­der­bar nach Hari­bos Tro­pi Frut­ti duf­tet und erfri­schend sprit­zig daher­kommt. Daher wird es auch erst pünkt­lich zum Früh­lings­be­ginn in aus­ge­wähl­ten Super­märk­ten zu kau­fen sein. Ich freue mich drauf!

Gast­ge­ber Rats­herrn, die das Event wie immer neben­an im “Altes Mäd­chen” hos­ten, prä­sen­tie­ren uns die Neu­auf­la­ge des “Drei­zack”. Das Tri­pel wird tra­di­tio­nell mit Trap­pis­ten­he­fe (Mehr dazu im Wei­­zen-Tas­­ting der Ban­de) her­ge­stellt und wur­de danach mit Kori­an­der­saat auf­ge­peppt. Ob man des­halb die 8,4% Alko­hol nicht mit­be­kommt? Eben­falls mit Zusatz­stof­fen auf­ge­peppt ist das “Dark Lan­tern”, das Bier mit dem Hal­lo­we­en­kür­bis auf der Fla­sche, das pas­sen­der­wei­se mit Kür­bis und Mus­kat ange­rei­chert ist und ein Rauch­malz ver­wen­det. Das passt sicher aus­ge­zeich­net zur Gans, sofern man es vor­her in ein Glas umfüllt.

Die Stim­mung bei Ugly Duck Brewing ist super. Ein enthu­si­as­ti­scher Däne schenkt uns die Pro­bier­glä­ser rand­voll. «Awe­so­me!» So auch sei­ne Bie­re. Das “Hop­py Christ­mas” wur­de kre­iert um Fes­tags­bra­ten etwas ent­ge­gen­zu­set­zen. Die­ses IPA hat­te eine schö­ne Besche­rung und wur­de reich­lich mit der kom­ple­xen Hop­fen­sor­te Mosaic beschenkt und noch mit  Oran­gen­scha­le abge­schmeckt. Das Ergeb­nis ist ein fest­li­ches, cre­mi­ges Wohl­ge­fühl. Wer es eher düs­ter mag, wählt den “Black Swan”, ein Stout mit dunk­lem Rauch­malz, das man bestimmt wun­der­bar vor dem Kamin nip­pen kann, wenn gera­de kein Islay Scotch zur Hand ist. Wer sich eher zu den Star­bucks Lovers zählt, soll­te das “Impe­ri­al Vanil­la Cof­fee” nicht ver­pas­sen. Denn hier kom­men auf 1.000L nacht­schwar­zes Por­ter 125L Espres­so und eine noble Men­ge poly­ne­si­sche Vanil­le.

Warum es das Reinheitsgebot gibt? Weil sonst Muscheln im Bier landen!

In Feucht (bei Nürn­berg) legt man ein sym­pa­thi­sches Veto gegen Indus­trie­bie­re ein. Ers­tes Resul­tat der Veto Braue­rei ist der aus­ge­zeich­ne­te “Scho­ko­bär”. Trotz der stren­gen Auf­la­gen des baye­ri­schen Rein­heits­ge­bots, das selbst dekla­rier­te Brau­spe­zia­li­tä­ten ver­bie­tet, schafft es die­ses Stout durch den Ein­satz von 5 Mal­zen einen tol­len Geschmack von Kaf­fee und Scho­ko­la­de zu trans­por­tie­ren. Sehr gelun­gen! Beson­ders ange­tan hat es mir aller­dings das “Lamm­bock”, inspi­riert vom Film. Wie zu ver­mu­ten, han­delt es sich hier um ein klas­si­sches Bock­bier. Doch statt der mar­kan­ten Süße im Abgang schafft es Veto eine net­te Bit­te­re mit­zu­ge­ben, die uns hier im Nor­den sehr zusagt. Pflicht­kauf zum Früh­lings­an­fang!

Die Aus­wahl bei Cir­cle 8 Bre­we­ry war die­ses mal sehr dun­kel und bit­ter, ganz im Kon­trast zum strah­len­den Son­nen­schein an die­sem 25. Novem­ber. So wur­de neben dem wirk­lich tief­schwar­zen “Darkness” auch das bemer­kens­wer­te “Eazy Ryder” ange­bo­ten. Die­ses Rog­gen­bier riecht über­ra­schend fruch­tig bei sei­ner dunk­len Far­be, schmeckt wie zu erwar­ten mal­zig, aber auch nor­disch herb im Abgang. Wir rad­dern easy über Berch un Tal.

Ab zur Bier­fa­brik. Als wir “Oys­ter Stout” lesen, hal­ten wir es erst für eine der übli­chen Namens­schöp­fun­gen der krea­ti­ven Brau­meis­ter. Als wir dann erfah­ren, dass es hier­bei tat­säch­lich um Aus­tern geht — eine alte Tra­di­ti­on — müs­sen wir schlu­cken. Die Scha­len­tie­re waren damals nur Bei­fang und gal­ten als Arme-Leu­­te-Essen, also koch­te man die eiweiß­rei­chen Muscheln mit im Sud, um den typisch fes­ten Schaum des Stout zu för­dern. Die 60 Aus­tern auf 100 Liter schmeckt man dann auch bewusst nicht, sodass Bier­fa­briks “Oys­ter Stout” ein­fach ein lecke­res Stout mit bemer­kens­wert fes­tem Schaum ist. Durch­at­men.

Lang­sam mer­ken wir, dass es wohl auch die­ses Mal nichts wird mit einem Besuch bei allen Brau­ern.

Wir müssen feststellen, dass jedes Bier wie eineinhalb wirkt.

Eigent­lich eine fei­ne Sache um die Käl­te zu ver­trei­ben, doch eher kon­tra­pro­duk­tiv für die Kon­zen­tra­ti­on. Prak­ti­kant Tom füllt die nächs­te Sei­te im Notiz­buch mit einer Zeich­nung von Tobi und mir.

Beim belieb­ten Hop­per Bräu schöp­fen wir aber neue “Hopf­nung”, pri­cke­lig mit ange­neh­mer Bit­te­re. Sehr gelun­ge­nes Pale Ale ame­ri­ka­ni­scher Mach­art. Der “Sai­son­so­zia­list”, ein Wei­zen­dop­pel­bock, ist genau Tobis Ding. Erin­nert der Ein­stieg noch an ein sat­tes Wei­zen­bier, wird es hin­ten­rum süßer und erin­nert bei­na­he an tro­cke­nen Vino. Ob es an den stram­men 9,4% Alko­hol liegt? Und ob wir des­halb jetzt erst mer­ken, dass Hop­per Bräu mitt­ler­wei­le Land­gang heißt…?

Bei den Dänen vom Fanø Bryghus war­tet dann schon die nächs­te Son­der­edi­ti­on: “Greek Slum­ber Par­ty” — ein wirk­lich kras­ses Qua­dru­pel. Denn wir sind uns schnell einig, dass uns der Geruch an Worces­ter Sau­ce erin­nert. Der Geschmack des 10%igen Hop­fen­weins ist dann wie zu erwar­ten ziem­lich süß, bringt aber die Exo­tik von Kra­nich­bee­ren mit auf die Zun­ge. Ganz cra­zy Zeug. Und spä­tes­tens jetzt setzt der Slum­ber im Kopf aber mal so rich­tig ein.

Wir brau­chen drin­gend einen Kick. Als wir “Cra­zy Bas­tard Chil­li Por­ter” lesen, wis­sen wir, dass wir ihn bekom­men wer­den. Die Tri­ni­dad Scor­pio gilt mit als schärfs­te Chil­li der Welt. Kein Grund sie nicht in ein Bier zu wer­fen, dach­ten sich Chris­ti­pa und Andre­as von Pira­te Brew und orga­ni­sier­ten sich eine Zusam­men­ar­beit mit Cra­zy Bas­tard Sau­ce. Das Resul­tat ist ver­rückt, wenn man bedenkt, dass hier 1 ein­zi­ge Chil­li auf 1.000 Liter Bier kommt. Denn das Bier schmeckt deut­lich nach grü­ner Pep­pe­ro­ni und sorgt für eine wei­che Ing­werschär­fe im Hals, wäh­rend das Por­ter den Geschmack mit sei­ner mal­zi­gen Süße dezent trägt.

Am Ende muss­ten wir dann fest­stel­len, dass die typi­schen Bie­re der Win­ter­sai­son für woh­li­ge Wär­me in der Brust und sat­te Gemüt­lich­keit im Kopf sor­gen. Stout, Por­ter, Rauch- und Rot­bier, dazwi­schen hop­fen­ge­stopf­te IPAs mit weih­nacht­li­cher Note — schnell machen sich die hoch­tou­rigen Bier­spe­zia­li­tä­ten bemerk­bar. Nach einem Tag auf dem Win­ter Beer Day fühlt man sich flau­schig wie nach drei Gän­gen bei Oma am 1. Weih­nachts­tag.

Ein Teil der Fotos stammt von Hen­ning Ange­rer, vie­len Dank!

Lay­out: Kapi­tän Tobi

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