SUP Tour am Gardasee © Andy Klotz / FOTObyKLOTZI.de

Was­ser­sport & Aben­teuer am Gar­dasee. Im Rahmen einer Pres­se­reise hatte ich die Chance ein wenig süd­eu­ro­päi­sche Berg­luft zu schnup­pern. Auf Ein­la­dung von Star­board und Stickl-Spor­t­­camp ging es an den Gar­dasee zum Aus­testen eines ganz neuen Sport­an­ge­bots. Ach­tung, Spoiler-Alarm: Alle Teil­nehmer waren begeis­tert und hatten am Ende ein großes Grinsen im Gesicht. Aber eins nach dem anderen…

Was soll man denn am Gardasee?

Urlaub am See klingt ver­dächtig nach ange­staubter Rentner-Romantik? Du brennst lieber auf Was­ser­sport und Action? Hier im Norden gibt es doch genug Wasser? Und über­haupt: was soll man denn da so weit im Süden? Noch dazu so weit weg von der Küste? Das habe ich mich auch gefragt!

Hin und wieder sollte man aber mal seinen Hori­zont erwei­tern und sich über­ra­schen lassen von den Annehm­lich­keiten der süd­li­chen Gefilde. Und die haben einiges zu bieten. Ange­fangen beim Wetter: Gerade die Ham­burger unter­scheiden die Jah­res­zeiten ja immer öfter nur nach der Tem­pe­ratur des Regens. Wer sich durchaus auch mal im Juli frie­rend aus seinem Neo­pren­anzug gezerrt hat, kann ein Lied davon singen. Es gibt also nichts ein­zu­wenden gegen ein wenig medi­ter­ranes Wohl­fühl­klima gepaart mit wun­der­schöner Land­schaft. Dolce Vita-Life­style. Leckeres Essen. Und alles mit einem kleinen Gruß aus der Heimat: auch in Ita­lien lauert hier und da eine freche Möwe.

Der Gar­dasee ist noch dazu – ent­gegen meiner kli­schee­haften Vor­stel­lung – die per­fekte Adresse für viel­sei­tige Aktiv­ur­lauber: Wan­dern, Klet­tern, Moun­tain­bi­king, Para­gli­ding, Segeln oder Surfen. Mit nahezu sicheren Wind­ver­hält­nissen ist der Gar­dasee das Kite­­surf-Mekka schlechthin. Da staunt auch ein Küs­ten­kind nicht schlecht. Ein kurzer Blick ins Handy auf die aktu­elle Wind­vor­her­sage an der Ostsee lässt mich vor Neid erblassen.

© Andy Klotz / FOTObyKLOTZI.de
© Andy Klotz / FOTObyKLOTZI.de
© Andy Klotz / FOTObyKLOTZI.de

Noch dazu ist die Region fortan um eine span­nende und sport­liche Akti­vität rei­cher:

Das Stickl-Spor­t­­camp bietet mit Unter­stüt­zung von Star­board neu­er­dings die ersten geführten Mehr­­tages-Touren auf dem Stand-Up-Paddle Board an. Dabei erkundet man mit einer Gruppe gleich­ge­sinnter Brett­freunde den süd­li­chen Teil des Sees, der auf­grund der ruhi­geren Wind­ver­hält­nisse opti­male Pad­del­be­din­gungen bereit­hält. Hört sich span­nend an. Meine Erwar­tungen waren natür­lich groß. Und wurden mehr als über­troffen. Ich liebe Sport an der fri­schen Luft. Noch dazu in einer solch schönen Umge­bung. Aber neben all der sport­li­chen Betä­ti­gung, bietet diese Tour auch viele Genuss­mo­mente. Hier und da haben wir nach Belieben und Grup­pen­dy­namik ange­landet für eine kleine Kaf­fee­pause oder den nach­mit­täg­li­chen Eis­ge­nuss. Dolce Vita halt. Und es blieb natür­lich genug Zeit für krea­tive Foto­s­topps und ein aus­gie­biges Bad in der Sonne. Das ist Balsam für die Seele. Unter dem Motto „Explore Lake Garda“ wartet also ein groß­ar­tiger Mix aus Aben­teuer, Sight­seeing, Natur­ge­nuss und Erho­lung.

Nur das Nötigste zu packen ist aber nicht dein Ding? Was soll man bloß anziehen? Nach der Tages­etappe die Haare föhnen? Abends noch schick essen gehen? Was ist mit dem Handy für die täg­li­chen Social Media Updates? Keine Sorge! An Kom­fort soll es nicht fehlen. Aus­rüs­tung und Gepäck wurden sicher ver­staut im Bei­boot trans­por­tiert. Ein paar Klei­nig­keiten kann man Dank der Gepäck­gurte auf dem Board im was­ser­dichten Sack mit­nehmen. Und auch ein Coach ist durch­ge­hend mit dabei. Wer also die ersten Übungs­stunden auf einem Stand-Up-Paddle Board absol­viert hat und nun keine Lust mehr hat per­ma­nent im Kreis zu fahren, sollte diese Tour unbe­dingt aus­pro­bieren. Sie bietet eine per­fekte Gele­gen­heit ohne Leis­tungs­druck die eigene Pad­del­technik zu ver­bes­sern und gemüt­lich durch die Natur zu gleiten.

Der Ver­an­stalter reser­viert dar­über hinaus typisch kleine Restau­rants und anspre­chende Cam­ping­plätze, auf denen nach­mit­tags die Zelte auf­ge­schlagen werden. Unsere Über­nach­tungs­stätte lag natür­lich unmit­telbar am See­ufer, sodass man schon am frühen Morgen ins kühle Nass springen konnte. Solche Augen­blicke bieten die Chance in aller Stille die tolle Land­schaft auf sich wirk­lich zu lassen. Man kann den Moment genießen, einmal tief durch­atmen und sich freuen, dass man das erleben darf.

Wäh­rend der Tour eröffnet sich eine sagen­hafte Sicht auf die Gegend, die von Land aus so nicht mög­lich wäre. Die Kulisse ist ein­fach atem­be­rau­bend schön. Im Norden Deutsch­lands erwartet uns am Hori­zont “nur” das große tief­blaue Nichts. Auch wenn ich mich nie­mals an dieser end­losen Weite unserer kleinen Meere vor der Haustür satt sehen könnte, so hat sich die ita­lie­ni­sche Berg­land­schaft defi­nitiv einen Platz in meinem Rei­se­herz gesi­chert.

Anlanden

1.000–1.200 km Ent­fer­nung liegen zwi­schen dem nor­di­schen Flach­land und der ita­lie­ni­schen Land­schafts­perle. Mit dem Auto ist das ein kleiner Höl­len­trip. Der Gar­dasee lag des­halb immer im toten Winkel deiner Land­karte? Bei mir auch.

Aber warum nicht ein­fach fliegen? Ryanair startet per Direkt­ver­bin­dung mehr­mals pro Woche in unter 2h ab Ham­burg nach Verona. Und wer die Billig-Air­­lines kennt, weiß, dass da auch mal ein Flug­ti­cket für 12,99€ über den Laden­tisch geht. Ich zahlte für Hin- und Rück­flug nur 54€, hinzu kommen je nach Belieben noch Gebühren für Gepäck (ab ca. 40€). Ab Verona sind es weniger als eine gemüt­liche Stunde Auto­fahrt bis an den Gar­dasee. Damit war ich schneller als einige Mün­chener Kol­legen und kam sogar mit einem Bruch­teil an Sprit­kosten aus (der Tank­wart wollte am Ende nur 10€ von mir haben). Einen Miet­wagen gibt es schon ab ca. 40€ für 4 Tage. Der Ver­leih befindet sich direkt am Air­port in Verona. Für beste Kon­di­tionen emp­fehle ich eine Online-Buchung im Vor­feld. Wer es noch güns­tiger mag und vor Ort nicht so fle­xibel sein muss: alter­nativ gibt es auch eine Shut­tle­ver­bin­dung vom Flug­hafen Verona zu diversen Orten am Gar­dasee.

Koje finden

Cam­ping, Hostel, Surf­camp oder Hotel — für die Zeit vor oder nach der mehr­tä­gigen SUP Tour stehen einem am Gar­dasee alle Mög­lich­keiten offen. Die Unter­künfte reihen sich nahtlos anein­ander — jede mit ihrem eigenen ita­lie­ni­schen Charme. Man sollte wissen, dass alles rund um den Gar­dasee sehr auf den Tou­rismus aus­ge­legt ist und es zur Hoch­saison mit­unter sehr, sehr voll werden kann. Zu Spit­zen­zeiten emp­fiehlt sich eine recht­zei­tige Buchung. Emp­feh­lens­wert ist das Hotel Olivi nahe Mal­ce­sine. Die Zimmer sind ein­fach ein­ge­richtet, dafür ist die gesamte Gar­ten­an­lage mit viel Liebe gestaltet. Das Sport­ler­herz schlägt höher bei hotel­ei­genen Ten­nis­plätzen, Beach­vol­ley­ball, Pool sowie Sauna, Fit­ness­studio und direkter Anbin­dung an das Stickl-Spor­t­­camp. Über­nachtet wird hier ab 130€/Nacht.

Malcesine am Gardasee © Andy Klotz / FOTObyKLOTZI.de
Malcesines am Gardasee © Andy Klotz / FOTObyKLOTZI.de
© Andy Klotz / FOTObyKLOTZI.de

Der Ort Malcesine

Das genannte Hotel liegt in der Ort­schaft Mal­ce­sine. Als ein­ge­fleischtes Küs­ten­kind musste ich mir von den sofort ins Herz geschlos­senen süd­deut­schen Freunden erstmal die rich­tige Aus­sprache erklären lassen: M‑A‑L-L-S-C-H-Ä-H-S-I-E-N‑E‑H. Mit der Seil­bahn geht es hier hinauf auf den Monte Baldo, dem höchsten Berg am Ost­ufer. Mein Fokus auf dieser Reise rich­tete sich kom­plett auf die SUP Tour und ließ kaum Zeit für andere Aus­flüge. Ohne den Aus­blick vom 2218m hohen Berg in mein Gedächtnis zu brennen, wollte ich aber nicht gen Heimat fliegen. Ich erwischte die erste Gondel mor­gens 8 Uhr und war nach 15min auf dem Gipfel in Rekord­zeit wieder im Tal, um recht­zeitig meinen Flieger zurück nach Ham­burg zu erwi­schen – da staunte auch der Ticket­ver­käufer nicht schlecht.

Ansonsten hält Mal­ce­sine mit einer hüb­scher Burg, engen Gassen voller Sou­ve­nir­läden und vielen netten Restau­rants tolle High­lights für kleine Roman­tiker bereit und bietet mit vielen Wein­gü­tern und Ölmühlen auch etwas für echte Gour­met­freunde. Ich komme bestimmt wieder. Und beim nächsten Mal bringe ich viel mehr Zeit mit. Ver­spro­chen!

Heinz Stickl © Andy Klotz / FOTObyKLOTZI.de

Das Stickl-Sportcamp

Wer das Glück hat mit Was­­ser­­s­port-Pio­­nier Heinz Stickl per­sön­lich unter­wegs zu sein, kann sich auf span­nende Anek­doten aus seiner Zeit als aktiver Wind­surfer freuen. Der 2‑fache Welt­meister grün­dete 1976 das Surf­camp nach langem Stu­dium der ört­li­chen Wind­ver­hält­nisse an dem für ihn per­fekten Standort am ganzen See: in der Bucht Val di Sogno süd­lich von Mal­ce­sine. Auf­grund seiner geschützten Lage ist dieser Ort auch ideal geeignet als Start­platz für Sur­fein­steiger und Fami­lien. Neben der neu im Pro­gramm auf­ge­nom­menen SUP Tour bietet das Camp sämt­liche Was­ser­sport­ak­ti­vi­täten wie Segeln, Cat­se­geln oder Kite­surfen an und gilt heut­zu­tage als die größte Surf- und Segel­schule am Gar­dasee. Viel Wert legt der 65-Jäh­­rige auf best­mög­liche Aus­rüs­tung und inno­va­tive Schu­lungs­me­thoden. Heinz hält aller­dings nichts von Wetter-Apps, son­dern guckt lieber aus dem Fenster. Und fragt man ihn mal nach “Foilen” kommt er aus dem Schwärmen nicht mehr raus.

Für alle, in denen die Sehn­sucht geweckt ist und für alle, die nun auch Bock haben auf ein aben­teu­er­li­ches, aber ent­spanntes Natur­er­lebnis: Die 3‑tägige SUP Tour (immer frei­tags bis sonn­tags) kann ab sofort hier gebucht werden.

Kleiner Tipp: Abso­lute SUP Neu­linge, die sich dieses Aben­teuer trotzdem nicht ent­gehen lassen wollen, reisen ein­fach ein paar Tage eher an. So können in Ruhe im Vor­feld die wich­tigsten Pad­del­schläge erlernt und kür­zere Übungs­fahrten unter­nommen werden. Zum Start der Tour ist man dann fit wie ein Turn­schuh. Eine gewisse Grund­fit­ness wird aller­dings in jedem Fall vor­aus­ge­setzt.

Ein herz­li­ches Dan­ke­schön für die Ein­la­dung, die Rund-um-Ver­­­sor­­gung und Gast­freund­schaft an Heinz Stickl und das Stickl-Spor­t­­campgardasee.de, das ganze Team von Star­board und natür­lich an Andy Klotz für diese wun­der­schönen Fotos.

Fotos: Andy Klotz/FOTObyKLOTZI.de

SUP Tour am Gardasee © Andy Klotz / FOTObyKLOTZI.de

Was­ser­sport & Aben­teuer am Gar­dasee. Im Rahmen einer Pres­se­reise hatte ich die Chance ein wenig süd­eu­ro­päi­sche Berg­luft zu schnup­pern. Auf Ein­la­dung von Star­board und Stickl-Spor­t­­camp ging es an den Gar­dasee zum Aus­testen eines ganz neuen Sport­an­ge­bots. Ach­tung, Spoiler-Alarm: Alle Teil­nehmer waren begeis­tert und hatten am Ende ein großes Grinsen im Gesicht. Aber eins nach dem anderen…

Was soll man denn am Gardasee?

Urlaub am See klingt ver­dächtig nach ange­staubter Rentner-Romantik? Du brennst lieber auf Was­ser­sport und Action? Hier im Norden gibt es doch genug Wasser? Und über­haupt: was soll man denn da so weit im Süden? Noch dazu so weit weg von der Küste? Das habe ich mich auch gefragt!

Hin und wieder sollte man aber mal seinen Hori­zont erwei­tern und sich über­ra­schen lassen von den Annehm­lich­keiten der süd­li­chen Gefilde. Und die haben einiges zu bieten. Ange­fangen beim Wetter: Gerade die Ham­burger unter­scheiden die Jah­res­zeiten ja immer öfter nur nach der Tem­pe­ratur des Regens. Wer sich durchaus auch mal im Juli frie­rend aus seinem Neo­pren­anzug gezerrt hat, kann ein Lied davon singen. Es gibt also nichts ein­zu­wenden gegen ein wenig medi­ter­ranes Wohl­fühl­klima gepaart mit wun­der­schöner Land­schaft. Dolce Vita-Life­style. Leckeres Essen. Und alles mit einem kleinen Gruß aus der Heimat: auch in Ita­lien lauert hier und da eine freche Möwe.

Der Gar­dasee ist noch dazu – ent­gegen meiner kli­schee­haften Vor­stel­lung – die per­fekte Adresse für viel­sei­tige Aktiv­ur­lauber: Wan­dern, Klet­tern, Moun­tain­bi­king, Para­gli­ding, Segeln oder Surfen. Mit nahezu sicheren Wind­ver­hält­nissen ist der Gar­dasee das Kite­­surf-Mekka schlechthin. Da staunt auch ein Küs­ten­kind nicht schlecht. Ein kurzer Blick ins Handy auf die aktu­elle Wind­vor­her­sage an der Ostsee lässt mich vor Neid erblassen.

© Andy Klotz / FOTObyKLOTZI.de
© Andy Klotz / FOTObyKLOTZI.de
© Andy Klotz / FOTObyKLOTZI.de

Noch dazu ist die Region fortan um eine span­nende und sport­liche Akti­vität rei­cher:

Das Stickl-Spor­t­­camp bietet mit Unter­stüt­zung von Star­board neu­er­dings die ersten geführten Mehr­­tages-Touren auf dem Stand-Up-Paddle Board an. Dabei erkundet man mit einer Gruppe gleich­ge­sinnter Brett­freunde den süd­li­chen Teil des Sees, der auf­grund der ruhi­geren Wind­ver­hält­nisse opti­male Pad­del­be­din­gungen bereit­hält. Hört sich span­nend an. Meine Erwar­tungen waren natür­lich groß. Und wurden mehr als über­troffen. Ich liebe Sport an der fri­schen Luft. Noch dazu in einer solch schönen Umge­bung. Aber neben all der sport­li­chen Betä­ti­gung, bietet diese Tour auch viele Genuss­mo­mente. Hier und da haben wir nach Belieben und Grup­pen­dy­namik ange­landet für eine kleine Kaf­fee­pause oder den nach­mit­täg­li­chen Eis­ge­nuss. Dolce Vita halt. Und es blieb natür­lich genug Zeit für krea­tive Foto­s­topps und ein aus­gie­biges Bad in der Sonne. Das ist Balsam für die Seele. Unter dem Motto „Explore Lake Garda“ wartet also ein groß­ar­tiger Mix aus Aben­teuer, Sight­seeing, Natur­ge­nuss und Erho­lung.

Nur das Nötigste zu packen ist aber nicht dein Ding? Was soll man bloß anziehen? Nach der Tages­etappe die Haare föhnen? Abends noch schick essen gehen? Was ist mit dem Handy für die täg­li­chen Social Media Updates? Keine Sorge! An Kom­fort soll es nicht fehlen. Aus­rüs­tung und Gepäck wurden sicher ver­staut im Bei­boot trans­por­tiert. Ein paar Klei­nig­keiten kann man Dank der Gepäck­gurte auf dem Board im was­ser­dichten Sack mit­nehmen. Und auch ein Coach ist durch­ge­hend mit dabei. Wer also die ersten Übungs­stunden auf einem Stand-Up-Paddle Board absol­viert hat und nun keine Lust mehr hat per­ma­nent im Kreis zu fahren, sollte diese Tour unbe­dingt aus­pro­bieren. Sie bietet eine per­fekte Gele­gen­heit ohne Leis­tungs­druck die eigene Pad­del­technik zu ver­bes­sern und gemüt­lich durch die Natur zu gleiten.

Der Ver­an­stalter reser­viert dar­über hinaus typisch kleine Restau­rants und anspre­chende Cam­ping­plätze, auf denen nach­mit­tags die Zelte auf­ge­schlagen werden. Unsere Über­nach­tungs­stätte lag natür­lich unmit­telbar am See­ufer, sodass man schon am frühen Morgen ins kühle Nass springen konnte. Solche Augen­blicke bieten die Chance in aller Stille die tolle Land­schaft auf sich wirk­lich zu lassen. Man kann den Moment genießen, einmal tief durch­atmen und sich freuen, dass man das erleben darf.

Wäh­rend der Tour eröffnet sich eine sagen­hafte Sicht auf die Gegend, die von Land aus so nicht mög­lich wäre. Die Kulisse ist ein­fach atem­be­rau­bend schön. Im Norden Deutsch­lands erwartet uns am Hori­zont “nur” das große tief­blaue Nichts. Auch wenn ich mich nie­mals an dieser end­losen Weite unserer kleinen Meere vor der Haustür satt sehen könnte, so hat sich die ita­lie­ni­sche Berg­land­schaft defi­nitiv einen Platz in meinem Rei­se­herz gesi­chert.

Anlanden

1.000–1.200 km Ent­fer­nung liegen zwi­schen dem nor­di­schen Flach­land und der ita­lie­ni­schen Land­schafts­perle. Mit dem Auto ist das ein kleiner Höl­len­trip. Der Gar­dasee lag des­halb immer im toten Winkel deiner Land­karte? Bei mir auch.

Aber warum nicht ein­fach fliegen? Ryanair startet per Direkt­ver­bin­dung mehr­mals pro Woche in unter 2h ab Ham­burg nach Verona. Und wer die Billig-Air­­lines kennt, weiß, dass da auch mal ein Flug­ti­cket für 12,99€ über den Laden­tisch geht. Ich zahlte für Hin- und Rück­flug nur 54€, hinzu kommen je nach Belieben noch Gebühren für Gepäck (ab ca. 40€). Ab Verona sind es weniger als eine gemüt­liche Stunde Auto­fahrt bis an den Gar­dasee. Damit war ich schneller als einige Mün­chener Kol­legen und kam sogar mit einem Bruch­teil an Sprit­kosten aus (der Tank­wart wollte am Ende nur 10€ von mir haben). Einen Miet­wagen gibt es schon ab ca. 40€ für 4 Tage. Der Ver­leih befindet sich direkt am Air­port in Verona. Für beste Kon­di­tionen emp­fehle ich eine Online-Buchung im Vor­feld. Wer es noch güns­tiger mag und vor Ort nicht so fle­xibel sein muss: alter­nativ gibt es auch eine Shut­tle­ver­bin­dung vom Flug­hafen Verona zu diversen Orten am Gar­dasee.

Koje finden

Cam­ping, Hostel, Surf­camp oder Hotel — für die Zeit vor oder nach der mehr­tä­gigen SUP Tour stehen einem am Gar­dasee alle Mög­lich­keiten offen. Die Unter­künfte reihen sich nahtlos anein­ander — jede mit ihrem eigenen ita­lie­ni­schen Charme. Man sollte wissen, dass alles rund um den Gar­dasee sehr auf den Tou­rismus aus­ge­legt ist und es zur Hoch­saison mit­unter sehr, sehr voll werden kann. Zu Spit­zen­zeiten emp­fiehlt sich eine recht­zei­tige Buchung. Emp­feh­lens­wert ist das Hotel Olivi nahe Mal­ce­sine. Die Zimmer sind ein­fach ein­ge­richtet, dafür ist die gesamte Gar­ten­an­lage mit viel Liebe gestaltet. Das Sport­ler­herz schlägt höher bei hotel­ei­genen Ten­nis­plätzen, Beach­vol­ley­ball, Pool sowie Sauna, Fit­ness­studio und direkter Anbin­dung an das Stickl-Spor­t­­camp. Über­nachtet wird hier ab 130€/Nacht.

Malcesine am Gardasee © Andy Klotz / FOTObyKLOTZI.de
Malcesines am Gardasee © Andy Klotz / FOTObyKLOTZI.de
© Andy Klotz / FOTObyKLOTZI.de

Der Ort Malcesine

Das genannte Hotel liegt in der Ort­schaft Mal­ce­sine. Als ein­ge­fleischtes Küs­ten­kind musste ich mir von den sofort ins Herz geschlos­senen süd­deut­schen Freunden erstmal die rich­tige Aus­sprache erklären lassen: M‑A‑L-L-S-C-H-Ä-H-S-I-E-N‑E‑H. Mit der Seil­bahn geht es hier hinauf auf den Monte Baldo, dem höchsten Berg am Ost­ufer. Mein Fokus auf dieser Reise rich­tete sich kom­plett auf die SUP Tour und ließ kaum Zeit für andere Aus­flüge. Ohne den Aus­blick vom 2218m hohen Berg in mein Gedächtnis zu brennen, wollte ich aber nicht gen Heimat fliegen. Ich erwischte die erste Gondel mor­gens 8 Uhr und war nach 15min auf dem Gipfel in Rekord­zeit wieder im Tal, um recht­zeitig meinen Flieger zurück nach Ham­burg zu erwi­schen – da staunte auch der Ticket­ver­käufer nicht schlecht.

Ansonsten hält Mal­ce­sine mit einer hüb­scher Burg, engen Gassen voller Sou­ve­nir­läden und vielen netten Restau­rants tolle High­lights für kleine Roman­tiker bereit und bietet mit vielen Wein­gü­tern und Ölmühlen auch etwas für echte Gour­met­freunde. Ich komme bestimmt wieder. Und beim nächsten Mal bringe ich viel mehr Zeit mit. Ver­spro­chen!

Heinz Stickl © Andy Klotz / FOTObyKLOTZI.de

Das Stickl-Sportcamp

Wer das Glück hat mit Was­­ser­­s­port-Pio­­nier Heinz Stickl per­sön­lich unter­wegs zu sein, kann sich auf span­nende Anek­doten aus seiner Zeit als aktiver Wind­surfer freuen. Der 2‑fache Welt­meister grün­dete 1976 das Surf­camp nach langem Stu­dium der ört­li­chen Wind­ver­hält­nisse an dem für ihn per­fekten Standort am ganzen See: in der Bucht Val di Sogno süd­lich von Mal­ce­sine. Auf­grund seiner geschützten Lage ist dieser Ort auch ideal geeignet als Start­platz für Sur­fein­steiger und Fami­lien. Neben der neu im Pro­gramm auf­ge­nom­menen SUP Tour bietet das Camp sämt­liche Was­ser­sport­ak­ti­vi­täten wie Segeln, Cat­se­geln oder Kite­surfen an und gilt heut­zu­tage als die größte Surf- und Segel­schule am Gar­dasee. Viel Wert legt der 65-Jäh­­rige auf best­mög­liche Aus­rüs­tung und inno­va­tive Schu­lungs­me­thoden. Heinz hält aller­dings nichts von Wetter-Apps, son­dern guckt lieber aus dem Fenster. Und fragt man ihn mal nach “Foilen” kommt er aus dem Schwärmen nicht mehr raus.

Für alle, in denen die Sehn­sucht geweckt ist und für alle, die nun auch Bock haben auf ein aben­teu­er­li­ches, aber ent­spanntes Natur­er­lebnis: Die 3‑tägige SUP Tour (immer frei­tags bis sonn­tags) kann ab sofort hier gebucht werden.

Kleiner Tipp: Abso­lute SUP Neu­linge, die sich dieses Aben­teuer trotzdem nicht ent­gehen lassen wollen, reisen ein­fach ein paar Tage eher an. So können in Ruhe im Vor­feld die wich­tigsten Pad­del­schläge erlernt und kür­zere Übungs­fahrten unter­nommen werden. Zum Start der Tour ist man dann fit wie ein Turn­schuh. Eine gewisse Grund­fit­ness wird aller­dings in jedem Fall vor­aus­ge­setzt.

Ein herz­li­ches Dan­ke­schön für die Ein­la­dung, die Rund-um-Ver­­­sor­­gung und Gast­freund­schaft an Heinz Stickl und das Stickl-Spor­t­­campgardasee.de, das ganze Team von Star­board und natür­lich an Andy Klotz für diese wun­der­schönen Fotos.

Fotos: Andy Klotz/FOTObyKLOTZI.de

Menü