"Schulterblick" von Uli Pforr

Seine Bilder heißen “Das Tit­ten­monster”, “St. Gayorg” oder “Der Huren­priester”. Die Motive sind skurril und schräg, die Farben leuch­tend. Haupt­sache es knallt! Der Ham­burger Maler Uli Pforr gehört zu einer festen Größe des deut­schen Pop-Sur­­re­a­­lismus und ist gerade dabei sich auch inter­na­tional einen Namen zu machen. Doch am Anfang seiner Kar­riere wäre bei­nahe alles anders gekommen.

In jungen Jahren zieht es Uli Pforr zum Design­stu­dium nach Ham­burg, um seinen großen Traum von einem Leben als Illus­trator und Comic-Zeichner zu ver­wirk­li­chen. Zuvor lebte Pforr in einem kleinen Dorf bei Flens­burg. Ham­burg und der Kiez bieten dem jungen Künstler eine ganz neue Welt voller über­wäl­ti­gender Erfah­rungen und Ein­drü­cken, die er nur schwer ver­ar­beiten kann. Das Ham­burger Nacht­leben zieht ihn in den Bann, fas­zi­niert, ver­ein­nahmt und über­rollt ihn nahezu. Im Laufe der Zeit quälen ihn immer mehr Panik­at­ta­cken und große Ängste nagen an seiner Psyche. Es kommt schluss­end­lich zum totalen Zusam­men­bruch, das lang erträumte Stu­dium muss unter­bro­chen werden. Game over? Nicht für Uli Pforr. Er lässt sich frei­willig für kurze Zeit in eine sta­tio­näre Psych­ia­trie ein­weisen und ver­sucht fortan seine Ängste, Erfah­rungen und Erleb­nisse in einem Illus­tra­ti­ons­buch zu ver­ar­beiten. Mit neu gewon­nener Kraft bringt er tat­säch­lich den Mut auf, genau dieses Buch als Abschluss­ar­beit für sein Stu­dium ein­zu­rei­chen. Diese Cou­rage wird belohnt und er erlebt sein per­sön­li­ches Happy End: Die Abschluss­ar­beit über­zeugt. Er erhält die Best­note mit Aus­zeich­nung. Uli Pforr hat sein Leben in neue Bahnen gelenkt und sein inneres Gleich­ge­wicht gefunden. Und er trifft in diesem Moment eine zukunfts­wei­sende Ent­schei­dung: der Plan seinen Lebens­un­ter­halt als Illus­trator zu ver­dienen wird ver­worfen. Er möchte von nun an malen.

Uli Pforr – ein Mann voller Kontraste.

Der außer­ge­wöhn­liche Künstler wurde 1978 in Dort­mund geboren und wuchs anschlie­ßend in einem Dorf bei Flens­burg auf. Im Jahr 2000 zog es ihn zum Design­stu­dium in die Han­se­stadt Ham­burg, wel­ches er als Bester und mit Aus­zeich­nung bestand. Der 38-jäh­­rige Maler lebt und arbeitet heute auf der Veddel, seinem per­sön­li­chen Rück­zugsort vom schil­lernden Groß­stadt­trubel der Han­se­stadt.

Trotz seines Erfolges bleibt Uli Pforr sich selber treu. Unauf­ge­regt, bescheiden und empha­tisch. Er stiftet seine Kunst regel­mäßig für den guten Zweck und enga­giert sich bei wohl­tä­tigen Pro­jekten, wie dem Stra­ßen­ma­gazin „Hinz und Kunzt“, der Alto­naer Tafel oder der Künst­ler­hilfe e.V., einem Verein zur För­de­rung psy­chisch erkrankter Künstler. Mit der Pop-Up-Galerie in der Hafen­city hat der Maler sich ein per­sön­li­ches Her­zens­pro­jekt erfüllt.

Uli Pforr

Uli Pforr will sich nicht ver­ste­cken. Und das muss er auch nicht. Die schweren Zeiten haben aus ihm das gemacht, was er jetzt ist. Er sieht die erlebte Krise als ein Teil von ihm an, dem man sogar etwas Posi­tives abge­winnen kann: Diese Lebens­phase hat ihn auf seinen Weg geführt und geholfen das Chaos in seinem Kopf zu ordnen, für seine Kunst zu nutzen und seinen ein­zig­ar­tigen und unver­wech­sel­baren Stil zu schaffen.

Doch worum geht es in seinen Bildern eigentlich?

Uli Pforr taucht gerne ins Milieu ein. Ihn inspi­rieren Grenz­gänger und der Blick hinter die Fas­saden der Men­schen. Er erzählt Geschichten aus der Groß­stadt jen­seits des All­tags und ver­ar­beitet seine Ein­drücke zu Bil­dern, die vor detail­ver­liebter Wahr­neh­mung und far­ben­froher Fan­tasie strotzen.

Die Arbeits­weise des hoch­sen­si­blen Malers mit extrem aus­ge­prägter Beob­ach­tungs­gabe ist sehr intuitiv. In seinen Bil­dern mischt er auf beein­dru­ckende Weise Erfah­rungen und Begeg­nungen aus der realen Welt mit mär­chen­haften Wesen und düs­teren Gestalten sur­realer Traum­welten. „Es ist immer ganz viel los in meinem Kopf“, sagt der Maler. Seine Kunst ist ent­spre­chend laut, grell, zuweilen schräg. Bilder voller Energie und Farben – über­zeichnet, gro­tesk, von nahezu beängs­ti­gender Ehr­lich­keit und gerne auch mit fein dosierter Ironie. Mal trifft man auf typi­sche Kiez­ge­sichter oder bekannte Fabel­wesen und im nächsten Moment auf eine Horde auf­ge­pimpter Damen nach der Botox­be­hand­lung. Uli Pforrs Motive sind bizarr, bunt und wild. Es ist die Welt, wie er sie emp­findet. Eine psy­che­de­li­sche Welt, voller Ängste, Chaos und Ideen.

Der neonrote Faden

Einige Figuren und Motive tau­chen immer wieder auf. Es sind Lieb­lings­fi­guren oder lieb gewon­nene Mar­ken­zei­chen des Künst­lers, wie bei­spiels­weise die legen­däre “Süp­pelkuh” oder seine kleine, freche “Punk­möwe”. Pforrs Lein­wände sind zumeist rand­voll, auch im Hin­ter­grund leben skur­rile Figuren und Details. Die Bilder erzählen eine Geschichte, als Betrachter wähnt man sich bei­nahe in einem Film. Nicht selten steht man einer gewal­tigen Farb­ex­plo­sion gegen­über. Ruhige, zurück­ge­nom­mene Werke ent­stehen eher selten. „Knallen muss es“, sagt Uli Pforr. Und das tut es!

Die FY I AM FAMOUS Galerie in der Hafencity

FUCK YOU I AM FAMOUS – Galerie der Künstler

Wer mehr von Uli Pforr sehen möchte, kann dies noch bis Ende Mai in seiner aktu­ellen Son­der­aus­stel­lung Par­al­lel­welten” in der FY I AM FAMOUS-Galerie in der Hafen­city. Aus­ge­suchte Werke sind auch als Kunst­drucke (limi­tierte Auf­lage) in belie­biger Größe erhält­lich.

Adresse: Großer Gras­brook 9 (nahe der Elphil­har­monie)
Anfahrt: U4 bis Hal­te­stelle Über­see­quar­tier oder mit den Bus­li­nien 6 bis Am Sand­torkai und 111 bis Magellan-Ter­rassen
Öff­nungs­zeiten: Do-Sa. 12.00–19.00 und So. 12:00–16:00 (oder nach Absprache)
Mail: kontakt@f‑you.de
Telefon: 040 399 96 11–14
Web: www.f‑you.de 

"Schulterblick" von Uli Pforr

Seine Bilder heißen “Das Tit­ten­monster”, “St. Gayorg” oder “Der Huren­priester”. Die Motive sind skurril und schräg, die Farben leuch­tend. Haupt­sache es knallt! Der Ham­burger Maler Uli Pforr gehört zu einer festen Größe des deut­schen Pop-Sur­­re­a­­lismus und ist gerade dabei sich auch inter­na­tional einen Namen zu machen. Doch am Anfang seiner Kar­riere wäre bei­nahe alles anders gekommen.

In jungen Jahren zieht es Uli Pforr zum Design­stu­dium nach Ham­burg, um seinen großen Traum von einem Leben als Illus­trator und Comic-Zeichner zu ver­wirk­li­chen. Zuvor lebte Pforr in einem kleinen Dorf bei Flens­burg. Ham­burg und der Kiez bieten dem jungen Künstler eine ganz neue Welt voller über­wäl­ti­gender Erfah­rungen und Ein­drü­cken, die er nur schwer ver­ar­beiten kann. Das Ham­burger Nacht­leben zieht ihn in den Bann, fas­zi­niert, ver­ein­nahmt und über­rollt ihn nahezu. Im Laufe der Zeit quälen ihn immer mehr Panik­at­ta­cken und große Ängste nagen an seiner Psyche. Es kommt schluss­end­lich zum totalen Zusam­men­bruch, das lang erträumte Stu­dium muss unter­bro­chen werden. Game over? Nicht für Uli Pforr. Er lässt sich frei­willig für kurze Zeit in eine sta­tio­näre Psych­ia­trie ein­weisen und ver­sucht fortan seine Ängste, Erfah­rungen und Erleb­nisse in einem Illus­tra­ti­ons­buch zu ver­ar­beiten. Mit neu gewon­nener Kraft bringt er tat­säch­lich den Mut auf, genau dieses Buch als Abschluss­ar­beit für sein Stu­dium ein­zu­rei­chen. Diese Cou­rage wird belohnt und er erlebt sein per­sön­li­ches Happy End: Die Abschluss­ar­beit über­zeugt. Er erhält die Best­note mit Aus­zeich­nung. Uli Pforr hat sein Leben in neue Bahnen gelenkt und sein inneres Gleich­ge­wicht gefunden. Und er trifft in diesem Moment eine zukunfts­wei­sende Ent­schei­dung: der Plan seinen Lebens­un­ter­halt als Illus­trator zu ver­dienen wird ver­worfen. Er möchte von nun an malen.

Uli Pforr – ein Mann voller Kontraste.

Der außer­ge­wöhn­liche Künstler wurde 1978 in Dort­mund geboren und wuchs anschlie­ßend in einem Dorf bei Flens­burg auf. Im Jahr 2000 zog es ihn zum Design­stu­dium in die Han­se­stadt Ham­burg, wel­ches er als Bester und mit Aus­zeich­nung bestand. Der 38-jäh­­rige Maler lebt und arbeitet heute auf der Veddel, seinem per­sön­li­chen Rück­zugsort vom schil­lernden Groß­stadt­trubel der Han­se­stadt.

Trotz seines Erfolges bleibt Uli Pforr sich selber treu. Unauf­ge­regt, bescheiden und empha­tisch. Er stiftet seine Kunst regel­mäßig für den guten Zweck und enga­giert sich bei wohl­tä­tigen Pro­jekten, wie dem Stra­ßen­ma­gazin „Hinz und Kunzt“, der Alto­naer Tafel oder der Künst­ler­hilfe e.V., einem Verein zur För­de­rung psy­chisch erkrankter Künstler. Mit der Pop-Up-Galerie in der Hafen­city hat der Maler sich ein per­sön­li­ches Her­zens­pro­jekt erfüllt.

Uli Pforr

Uli Pforr will sich nicht ver­ste­cken. Und das muss er auch nicht. Die schweren Zeiten haben aus ihm das gemacht, was er jetzt ist. Er sieht die erlebte Krise als ein Teil von ihm an, dem man sogar etwas Posi­tives abge­winnen kann: Diese Lebens­phase hat ihn auf seinen Weg geführt und geholfen das Chaos in seinem Kopf zu ordnen, für seine Kunst zu nutzen und seinen ein­zig­ar­tigen und unver­wech­sel­baren Stil zu schaffen.

Doch worum geht es in seinen Bildern eigentlich?

Uli Pforr taucht gerne ins Milieu ein. Ihn inspi­rieren Grenz­gänger und der Blick hinter die Fas­saden der Men­schen. Er erzählt Geschichten aus der Groß­stadt jen­seits des All­tags und ver­ar­beitet seine Ein­drücke zu Bil­dern, die vor detail­ver­liebter Wahr­neh­mung und far­ben­froher Fan­tasie strotzen.

Die Arbeits­weise des hoch­sen­si­blen Malers mit extrem aus­ge­prägter Beob­ach­tungs­gabe ist sehr intuitiv. In seinen Bil­dern mischt er auf beein­dru­ckende Weise Erfah­rungen und Begeg­nungen aus der realen Welt mit mär­chen­haften Wesen und düs­teren Gestalten sur­realer Traum­welten. „Es ist immer ganz viel los in meinem Kopf“, sagt der Maler. Seine Kunst ist ent­spre­chend laut, grell, zuweilen schräg. Bilder voller Energie und Farben – über­zeichnet, gro­tesk, von nahezu beängs­ti­gender Ehr­lich­keit und gerne auch mit fein dosierter Ironie. Mal trifft man auf typi­sche Kiez­ge­sichter oder bekannte Fabel­wesen und im nächsten Moment auf eine Horde auf­ge­pimpter Damen nach der Botox­be­hand­lung. Uli Pforrs Motive sind bizarr, bunt und wild. Es ist die Welt, wie er sie emp­findet. Eine psy­che­de­li­sche Welt, voller Ängste, Chaos und Ideen.

Der neonrote Faden

Einige Figuren und Motive tau­chen immer wieder auf. Es sind Lieb­lings­fi­guren oder lieb gewon­nene Mar­ken­zei­chen des Künst­lers, wie bei­spiels­weise die legen­däre “Süp­pelkuh” oder seine kleine, freche “Punk­möwe”. Pforrs Lein­wände sind zumeist rand­voll, auch im Hin­ter­grund leben skur­rile Figuren und Details. Die Bilder erzählen eine Geschichte, als Betrachter wähnt man sich bei­nahe in einem Film. Nicht selten steht man einer gewal­tigen Farb­ex­plo­sion gegen­über. Ruhige, zurück­ge­nom­mene Werke ent­stehen eher selten. „Knallen muss es“, sagt Uli Pforr. Und das tut es!

Die FY I AM FAMOUS Galerie in der Hafencity

FUCK YOU I AM FAMOUS – Galerie der Künstler

Wer mehr von Uli Pforr sehen möchte, kann dies noch bis Ende Mai in seiner aktu­ellen Son­der­aus­stel­lung Par­al­lel­welten” in der FY I AM FAMOUS-Galerie in der Hafen­city. Aus­ge­suchte Werke sind auch als Kunst­drucke (limi­tierte Auf­lage) in belie­biger Größe erhält­lich.

Adresse: Großer Gras­brook 9 (nahe der Elphil­har­monie)
Anfahrt: U4 bis Hal­te­stelle Über­see­quar­tier oder mit den Bus­li­nien 6 bis Am Sand­torkai und 111 bis Magellan-Ter­rassen
Öff­nungs­zeiten: Do-Sa. 12.00–19.00 und So. 12:00–16:00 (oder nach Absprache)
Mail: kontakt@f‑you.de
Telefon: 040 399 96 11–14
Web: www.f‑you.de 

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