Prost Wasser! Unsere Lieb­lings­spots für ’ne Buddel an der Waterkant.

Graupel, Sonne, Wind und Regen. Auch wenn man in den ver­gan­genen Wochen den Sommer noch recht dezent erahnen konnte, luschert doch ab und an bereits ein echter Licht­blick durch das nor­di­sche Ein­heits­grau. Was war das bitte für ein Wochen­ende? Sonne satt im hohen Norden! Genau diese Momente machen Lust auf mehr und wir können es nicht erwarten, bis wir unser Fei­er­abend­ge­tränk end­lich wieder in Wasser- und Wel­len­nähe genießen können – in echter Ban­den­ma­nier eben. Ein Bericht der gesamten Crew

Also haben wir uns schon einmal in den Sommer geträumt und ein paar Spots für euch zusam­men­ge­stellt, die unsere Buddel-Hig­h­­lights an der Water­kant sind. Von nord­deut­schen Klas­si­kern über ver­steckten Geheim­tipps bis hin zu Orten mit per­sön­li­cher Geschichte – wenn das mal kein Anreiz ist, um ein biss­chen mehr Aus­zeit an beson­deren Plätzen zu suchen und zu finden.

Hella / Strandbar ahoi an der Kieler Förde

In Kiel liegt nun in der dritten Saison ein echter Klas­siker in Sachen Alster und Lie­ge­stuhl vor Anker: der Sand­hafen – die erste, und bisher ein­zige, kom­plett schwim­mende Strandbar Deutsch­lands. In einer Küs­ten­stadt zu leben die keine eigene Strandbar hat, war für den Gründer Tim ein­fach keine Option mehr, als er 2017 auf die Idee kamen den lang her­bei­ge­sehnten Ent­span­nungsort selbst zu erschaffen. Doch wohin mit Lie­ge­stuhl und Schirm­chen im Glas, wenn die Lieb­lings­stadt in Zen­trums­nähe eher Beton als Sand am Wasser zu bieten hat? Richtig, man wird kreativ und kippt ein paar Tonnen Sand auf ein ehe­ma­liges Militär-Ponton im Kieler Hafen­be­cken, inves­tiert viel Liebe und Enga­ge­ment und fertig ist die eigens kre­ierte Strandbar mit echtem Kiel-Cha­rakter. Mit seinem Geschäfts­partner Basti ver­wöhnt er seither die treue Kieler Meute mit dem ein oder anderen Getränk, Open-Air-Ver­­an­stal­­tungen und einem beson­derem Ambi­ente auf der Kieler Förde.

©Sand­hafen

Tobi / Bier, Pizza, Strand und Weite – Ret­tiner Quar­tett gefällig?

Klare Sache, dein nächstes Fei­er­abend­bier trinkst du in Rettin bei Neu­stadt in Hol­stein. Rettin was? Neu­stadt wo? Kein Ding, ging mir genauso und geht bis heute den meisten so. Das ver­schla­fene Dorf liegt an der Lübe­cker Bucht, zwi­schen Scharbeutz/ Tim­men­dorfer Strand (20 Auto­mi­nuten) auf der einen und Grömitz (10 Auto­mi­nuten) auf der anderen Seite. Fernab der tou­ris­ti­schen Hoch­burgen ticken die Uhren hier noch ein wenig lang­samer: Schafe, Ponys und Kühe sowie ein weithin sicht­barer Abhör­turm aus Zeiten der DDR prägen das Bild in und um den Ort. Im Früh­jahr erwacht Rettin mit seiner kleinen Pro­me­nade und zwei Cam­ping­plätzen aus dem Win­ter­schlaf, ist aber selbst dann eine Oase der Ruhe, ver­gli­chen mit den benach­barten Kur­orten. Und so ist der Strand am Abend auch in der Hoch­saison oft men­schen­leer. Du parkst mit dem Auto auf dem großen Strand­park­platz, erstehst dir dein Frisch­ge­zapftes und eine richtig leckere Pizza in der Düne 56 und setzt dich in den Sand. Und wenn’s dann doch ein biss­chen roman­ti­scher zugehen soll: ab in die benach­barte Strand­liebe, ein abso­luter Geheim­tipp (Reser­vie­rung macht Sinn).

Luisa / Mit der Fähre an die Bar – Rügen mag es besonders

Tanzen mit Blick auf den Stral­sund, dahinter der Son­nen­un­ter­gang hinter Stralsund’s Sky­line und dazu ein kühles Bier in der Hand? Alles zusammen bekommt ihr auf der lie­be­voll ein­ge­rich­teten Son­n­en­ter­asse vom Buhne 9 im kleinen Dörf­chen Alte­fähr auf Rügen. Direkt an der Was­ser­kante zwi­schen Boot-Sli­p­an­lage, Schuppen und Fähr­an­leger steht die gemüt­liche Bar und lädt zum Ver­weilen ein. Ihr bekommt hier nicht nur richtig gutes regio­nales Bier son­dern auch hand­ge­machte Cock­tails und Drinks. Errei­chen könnt ihr diesen Crew­spot mobil über die Rügen­brücke oder, um dem Ört­chen gerecht zu werden, mit der Fähre: nur 15 Minuten dauert die Über­fahrt von Stral­sund bis in den kleinen Hafen. Gele­gent­lich finden hier auch coole Open-Air-Events statt. Ein Abste­cher lohnt sich erfah­rungs­gemäß aber zu jeder Tageszeit.

Hella / Auf ein Bier­chen nach Hawaii

Wer um Kiel häu­figer am Strand unter­wegs ist, ist dieser Ort ein Begriff: Tatort Hawaii. Am Steiner Strand ver­wan­delt sich die bekannte Surf­sta­tion zu jeder Som­mer­saison aufs Neue in ein Oase für sport­liche Höhen­flüge, Son­nen­un­ter­gänge und Nord­ro­mantik. Eine knappe halbe Stunde von Kiel ent­fernt, kann man hier neben zahl­rei­chen Kursen für ange­hende Surf­fans und rou­ti­nierte Könner am lie­be­voll gestal­teten Kutter-Café der Surf­schule auch das ein oder andere Fei­er­abend­ge­tränk in außer­ge­wöhn­li­cher Kulisse genießen. Und wem das noch nicht reicht: ab und an werden mit musi­ka­li­schen Live-Events ganz beson­dere Som­me­rer­in­ne­rungen geschaffen, ein­fach mal die Online­prä­senz des Tatort Hawaii im Auge behalten.

©Tatort Hawaii

Charlie / Unter Palmen an der Schlei – Schleswig has it all!

Eis und Bier­chen? Davon können wir nicht genug bekommen. Genau diese Kom­bi­na­tion findet ihr am Schles­wiger Stadt­hafen im Kap­hörn­chen. Die hier ange­bo­tenen Eis­krea­tionen sind wahre Meis­ter­werke: von „Sommer“ über „Lakritz“ bis hin zu typi­schen Gelato-Klas­­si­­kern ist für jeden Geschmack etwas dabei und ständig kommen neue Eis­krea­tionen hinzu. Wer nach soviel Süße ein wenig Sal­ziges braucht, kommt eben­falls auf seine Kosten. Mit Blick auf die Schlei sowie den Schles­wiger Hafen kann man sich hier durch leckere mexi­ka­ni­sche Speisen essen und dabei unter Palmen sitzen. Und wisst ihr, was das Beste ist? Direkt nebenan befindet sich der WoMo-Stel­l­­platz der Stadt Schleswig, falls es dann doch mal ein Bier­chen zu viel war. Schleswig und der Ost­seefjord sind immer eine Reise wert, viel­leicht geht der nächste Wochen­end­trip ja mal ums Eck?

Kata / Front Row zum Son­nen­un­ter­gang auf Fehmarn

Seit ein paar Tagen wieder geöffnet und für diesen Sommer end­lich aus­ge­stattet mit einer brand­neuen, großen und wit­te­rungs­si­cheren Ter­rasse für extra viele Front Row Plätze im Son­nen­un­ter­gang: die Beltbude am Grünen Brink auf Feh­marn. Die Beltbude besticht vor allem durch ihre Lage! Direkt am Kite­spot und fein­san­digen Bade­strand im Norden der Insel, umgeben von nichts als Natur, kann man hier Kuchen, Burger und Gin Tonic mit Blick bis nach Däne­mark genießen. Beson­ders in den Abend­stunden wird die Beltbude durch ihre ent­spannte Atmo­sphäre und chil­lige Musik zu dem, was der ein oder andere von uns vor Augen hat, wenn er sehn­süchtig von “Som­mer­fee­ling” träumt. Eine Jacke sollte man den­noch immer dabei haben. Durch ihre nach Norden gerich­tete Lage kann an der Beltbude hin und wieder ein fri­sches Lüft­chen wehen. Gut zu wissen: kos­ten­freie Park­plätze gibt es direkt vor der Tür. 

©Beltbude

Kevin / Maal kieken wie hoch de Elv steiht!?

Ein Satz meines Opas nach getaner Arbeit auf dem Acker in den Vier- und Marsch­landen. Der Strom der Elbe ist nur knapp 300m von unserem Haus ent­fernt, getrennt durch einen schüt­zenden Deich. Das Schlitzohr wusste sich mit diesem Satz etwas Frei­raum zu ver­schaffen, um sich mit Her­bert (unserem Nach­barn) am Deich auf eine Knolle Holsten zu treffen. Oma sollte natür­lich nichts davon ahnen, dass er vor dem Abend­essen noch einen zwit­schert. Ich tue es ihm heute noch gerne nach, suche diesen einen schönen Ort in Kirch­werder an der Elbe auf. Dort, wo die auf­ge­schüt­teten Buhnen in den Strom der Elbe ragen und ich im Osten die Fähre­ver­bin­dung zwi­schen Ham­burg und Nie­der­sachsen im Blick habe. Dort, wo ich anhand der Strö­mungs­kante lesen kann, ob wir auf­lau­fendes oder ablau­fendes Wasser haben und sich die Sonne am Abend hinter dem Deich zur Ruhe legt. Dort, unter einem uns behü­teten Baum ist ein toller Ort, um mit einem Kumpel zu kieken wie hoch de Elv steiht und wie leer ein Bier zum Fei­er­abend wird. Ein Hoch auf die Elbe, ein Prost auf die Freund­schaft und den Hopfen, im Gedanken an dich und an Herbert!

Auf zu neuen Ufern
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