In Deutsch­land gibt es haupt­säch­lich zwei ver­schie­de­ne Endu­ro Renn­mo­di: Klas­si­sches Endu­ro vs. Mehr­stun­den Endu­ro Ren­nen. In die­sem Arti­kel wol­len wir euch den klas­si­schen Renn­mo­dus vor­stel­len und etwas beleuch­ten.

Klassische Enduro

Beim klas­si­schen Endu­ro geht es dar­um eine Etap­pe (eine Run­de kann von 20km – 80km lang sein) in einer vor­ge­ge­be­nen Zeit zu absol­vie­ren. Die Etap­pe ist durch leuch­ten­de Pfei­le und Mar­kie­run­gen am Fahr­bahn­rand gekenn­zeich­net und führt über öffent­li­che Stra­ßen, Wald­we­ge und Fel­der. Auf den Etap­pen kom­me ich als Fah­rer an den soge­nann­ten — und durch blaue Flag­gen gekenn­zeich­ne­ten — Durch­fahrts­kon­trol­len (DK) , den durch wei­ße Flag­gen gekenn­zeich­ne­ten Zeit­kon­trol­len (ZK) und Son­der­prü­fun­gen vor­bei.

Bei einer DK wird qua­si abge­stem­pelt, dass ihr hier vor­bei­ge­kom­men seid und nicht irgend­wo abge­kürzt habt. Bei einer ZK dürft und müsst ihr zu einer bestimm­ten Zeit durch­fah­ren um eure vom Ver­an­stal­ter vor­ge­ge­be­ne Zeit ein­zu­hal­ten – nicht frü­her und nicht spä­ter. Das mit­füh­ren einer Uhr kann sehr nütz­lich sein. Wich­tig ist die Beach­tung der STVO. Ja, obwohl wir hier Ren­nen fah­ren gilt es in einer 30er Zone auch 30 zu fah­ren.  Die Ver­an­stal­ter pla­nen die Zeit zwi­schen den ZKs immer so ein, dass ihr im zügi­gen Tem­po (nicht Renn­tem­po) und unter Beach­tung der STVO pünkt­lich zu den ZKs kommt. Wer vor sei­ner Zeit durch eine ZK fährt, bekommt ent­spre­chend für jede ange­fan­ge­ne Minu­te Straf­mi­nu­ten. Wer zu spät durch eine ZK fährt bekommt eben­falls für jede ange­fan­ge­ne Minu­te eine Straf­mi­nu­te. Die Son­der­prü­fun­gen sind immer beson­ders gekenn­zeich­net und man wird durch einen Stre­cken­pos­ten in die Prü­fung gelas­sen.

Der Start der Prü­fung ist immer mit einem gro­ßen A (Anfang) und das Ziel mit einem gro­ßen E (Ende) gekenn­zeich­net. In den Son­der­prü­fun­gen gilt abso­lu­tes Renn­tem­po und das Erzie­len der Best­zeit ist unser Ziel. Am Ende des Tages wer­den alle Zei­ten der Prü­fun­gen zusam­men­ge­zählt,  und es wird ana­ly­siert, wer wie vie­le Straf­mi­nu­ten erhal­ten hat. Die­se wer­den­auf die Zei­ten der Son­der­prü­fun­gen addiert und so ergibt sich eure Plat­zie­rung. Auf der Etap­pe muss auf­grund der Län­ge der Run­de auch ein Ser­vice am Motor­rad gemacht wer­den, dazu zäh­len klei­ne­re Repa­ra­tu­ren oder das obli­ga­to­ri­sche Nach­tan­ken. Die­ses ist nur an den Ser­vice-Punk­ten erlaubt, wel­che durch wei­ße Flag­gen gekenn­zeich­net sind und sich meist am Fah­rer­la­ger und vor einer ZK befin­den.

Klingt kompliziert? Hier ein Beispiel vom deutschen Enduro Pokal:

Mei­ne Start­zeit bekom­me ich bei der Anmel­dung vom Ver­an­stal­ter oder am „schwar­zen Brett“. In Dah­len war mei­ne Start­zeit 08:32 und es gab 2 Zeit­kon­trol­len. Um Punkt 08:32 ste­he ich am Start und habe nun genau 1 Minu­te Zeit mein Motor­rad zu star­ten und mit ein­ge­schal­te­tem Licht und Moto­ren­kraft über die 20m Linie zu fah­ren. Das Licht muss beim Endu­ro übri­gens immer ein­ge­schal­tet sein, da es sonst auch hier Straf­zei­ten gibt. Damit es leich­ter ist, gehen wir davon aus, dass wir zur 1. ZK genau 60 Minu­ten Zeit haben. Ich fah­re also um 08:32 los, fol­ge den Mar­kie­run­gen der Etap­pe, fah­re durch Dör­fer, Feld­we­ge, Wäl­der, an Zuschau­ern vor­bei durch Schlamm­lö­cher und pas­sie­re die durch blaue Flag­gen gekenn­zeich­ne­ten DKs.

Um 09:22 gelan­ge ich an den ers­ten Ser­vice Punkt, durch wei­ße Flag­gen mar­kiert und unmit­tel­bar vor der 1. ZK. Hier kann ich ent­spre­chend tan­ken, etwas trin­ken und kurz in eine Bana­ne bei­ßen, ehe ich um Punkt 09:32 genau 1 Minu­te Zeit habe um durch die 1. ZK zu fah­ren – eine Uhr mit der genau­en Zeit an der ZK lässt kei­nen Spiel­raum für Dis­kus­sio­nen. Für die Etap­pe zur 2. ZK habe ich eben­falls wie­der 60 Minu­ten Zeit. Ich fah­re wie­der im zügi­gen Tem­po und kom­me an die ers­te Son­der­prü­fung. Hier war­ten im Ide­al­fall eure Hel­fer und neh­men euch alles ab, was ihr zum schnel­len Renn­fah­rern nicht braucht (Jacke/Weste, Werk­zeug­ta­sche, ande­re Hand­schu­he, fri­sche Bril­le). Ein Stre­cken­pos­ten gibt euch am Anfang (mit einem gro­ßen A gekenn­zeich­net) das Signal zum Start und ihr fahrt die Prü­fung so schnell ihr nur könnt.

Am Anfang und Ende der Prü­fung befin­det sich eine elek­tro­ni­sche Zeit­schlei­fe, die eure Zeit misst. Nach der Prü­fung trinkt ihr noch einen Schluck, zieht eure Weste/Jacke wie­der über, bin­det eure Werk­zeug­ta­sche für die Etap­pe wie­der um und fahrt zügig wei­ter. Je nach Ver­an­stal­tung und Anzahl der Son­der­prü­fun­gen wie­der­holt sich das Spiel­chen ent­spre­chend bis wir um 10:22 an der 2. ZK ankom­men und hier nun wie­der 10 Minu­ten Zeit für den Ser­vice haben, bevor wir um Punkt 10:32 wie­der genau 1 Minu­te Zeit haben um durch die ZK zu fah­ren. Wenn ihr auf der Etap­pe schnel­ler seid, habt ihr ent­spre­chend mehr Zeit vor der ZK und den Ser­vice an euch und dem Motor­rad. Das Gan­ze ist nun eine Run­de und je nach Ver­an­stal­tung fah­ren wir 3 oder 4 Run­den.

Bei einer Län­ge von 70km und einer Etap­pen­zeit von 120 Minu­ten und 2 Son­der­prü­fun­gen sind wir heu­te also 210km, 6 Son­der­prü­fun­gen und 6 Stun­den Motor­rad gefah­ren – wo wir wie­der beim Punkt Fit­ness wären…

In Deutsch­land gibt es haupt­säch­lich zwei ver­schie­de­ne Endu­ro Renn­mo­di: Klas­si­sches Endu­ro vs. Mehr­stun­den Endu­ro Ren­nen. In die­sem Arti­kel wol­len wir euch den klas­si­schen Renn­mo­dus vor­stel­len und etwas beleuch­ten.

Klassische Enduro

Beim klas­si­schen Endu­ro geht es dar­um eine Etap­pe (eine Run­de kann von 20km – 80km lang sein) in einer vor­ge­ge­be­nen Zeit zu absol­vie­ren. Die Etap­pe ist durch leuch­ten­de Pfei­le und Mar­kie­run­gen am Fahr­bahn­rand gekenn­zeich­net und führt über öffent­li­che Stra­ßen, Wald­we­ge und Fel­der. Auf den Etap­pen kom­me ich als Fah­rer an den soge­nann­ten — und durch blaue Flag­gen gekenn­zeich­ne­ten — Durch­fahrts­kon­trol­len (DK) , den durch wei­ße Flag­gen gekenn­zeich­ne­ten Zeit­kon­trol­len (ZK) und Son­der­prü­fun­gen vor­bei.

Bei einer DK wird qua­si abge­stem­pelt, dass ihr hier vor­bei­ge­kom­men seid und nicht irgend­wo abge­kürzt habt. Bei einer ZK dürft und müsst ihr zu einer bestimm­ten Zeit durch­fah­ren um eure vom Ver­an­stal­ter vor­ge­ge­be­ne Zeit ein­zu­hal­ten – nicht frü­her und nicht spä­ter. Das mit­füh­ren einer Uhr kann sehr nütz­lich sein. Wich­tig ist die Beach­tung der STVO. Ja, obwohl wir hier Ren­nen fah­ren gilt es in einer 30er Zone auch 30 zu fah­ren.  Die Ver­an­stal­ter pla­nen die Zeit zwi­schen den ZKs immer so ein, dass ihr im zügi­gen Tem­po (nicht Renn­tem­po) und unter Beach­tung der STVO pünkt­lich zu den ZKs kommt. Wer vor sei­ner Zeit durch eine ZK fährt, bekommt ent­spre­chend für jede ange­fan­ge­ne Minu­te Straf­mi­nu­ten. Wer zu spät durch eine ZK fährt bekommt eben­falls für jede ange­fan­ge­ne Minu­te eine Straf­mi­nu­te. Die Son­der­prü­fun­gen sind immer beson­ders gekenn­zeich­net und man wird durch einen Stre­cken­pos­ten in die Prü­fung gelas­sen.

Der Start der Prü­fung ist immer mit einem gro­ßen A (Anfang) und das Ziel mit einem gro­ßen E (Ende) gekenn­zeich­net. In den Son­der­prü­fun­gen gilt abso­lu­tes Renn­tem­po und das Erzie­len der Best­zeit ist unser Ziel. Am Ende des Tages wer­den alle Zei­ten der Prü­fun­gen zusam­men­ge­zählt,  und es wird ana­ly­siert, wer wie vie­le Straf­mi­nu­ten erhal­ten hat. Die­se wer­den­auf die Zei­ten der Son­der­prü­fun­gen addiert und so ergibt sich eure Plat­zie­rung. Auf der Etap­pe muss auf­grund der Län­ge der Run­de auch ein Ser­vice am Motor­rad gemacht wer­den, dazu zäh­len klei­ne­re Repa­ra­tu­ren oder das obli­ga­to­ri­sche Nach­tan­ken. Die­ses ist nur an den Ser­vice-Punk­ten erlaubt, wel­che durch wei­ße Flag­gen gekenn­zeich­net sind und sich meist am Fah­rer­la­ger und vor einer ZK befin­den.

Klingt kompliziert? Hier ein Beispiel vom deutschen Enduro Pokal:

Mei­ne Start­zeit bekom­me ich bei der Anmel­dung vom Ver­an­stal­ter oder am „schwar­zen Brett“. In Dah­len war mei­ne Start­zeit 08:32 und es gab 2 Zeit­kon­trol­len. Um Punkt 08:32 ste­he ich am Start und habe nun genau 1 Minu­te Zeit mein Motor­rad zu star­ten und mit ein­ge­schal­te­tem Licht und Moto­ren­kraft über die 20m Linie zu fah­ren. Das Licht muss beim Endu­ro übri­gens immer ein­ge­schal­tet sein, da es sonst auch hier Straf­zei­ten gibt. Damit es leich­ter ist, gehen wir davon aus, dass wir zur 1. ZK genau 60 Minu­ten Zeit haben. Ich fah­re also um 08:32 los, fol­ge den Mar­kie­run­gen der Etap­pe, fah­re durch Dör­fer, Feld­we­ge, Wäl­der, an Zuschau­ern vor­bei durch Schlamm­lö­cher und pas­sie­re die durch blaue Flag­gen gekenn­zeich­ne­ten DKs.

Um 09:22 gelan­ge ich an den ers­ten Ser­vice Punkt, durch wei­ße Flag­gen mar­kiert und unmit­tel­bar vor der 1. ZK. Hier kann ich ent­spre­chend tan­ken, etwas trin­ken und kurz in eine Bana­ne bei­ßen, ehe ich um Punkt 09:32 genau 1 Minu­te Zeit habe um durch die 1. ZK zu fah­ren – eine Uhr mit der genau­en Zeit an der ZK lässt kei­nen Spiel­raum für Dis­kus­sio­nen. Für die Etap­pe zur 2. ZK habe ich eben­falls wie­der 60 Minu­ten Zeit. Ich fah­re wie­der im zügi­gen Tem­po und kom­me an die ers­te Son­der­prü­fung. Hier war­ten im Ide­al­fall eure Hel­fer und neh­men euch alles ab, was ihr zum schnel­len Renn­fah­rern nicht braucht (Jacke/Weste, Werk­zeug­ta­sche, ande­re Hand­schu­he, fri­sche Bril­le). Ein Stre­cken­pos­ten gibt euch am Anfang (mit einem gro­ßen A gekenn­zeich­net) das Signal zum Start und ihr fahrt die Prü­fung so schnell ihr nur könnt.

Am Anfang und Ende der Prü­fung befin­det sich eine elek­tro­ni­sche Zeit­schlei­fe, die eure Zeit misst. Nach der Prü­fung trinkt ihr noch einen Schluck, zieht eure Weste/Jacke wie­der über, bin­det eure Werk­zeug­ta­sche für die Etap­pe wie­der um und fahrt zügig wei­ter. Je nach Ver­an­stal­tung und Anzahl der Son­der­prü­fun­gen wie­der­holt sich das Spiel­chen ent­spre­chend bis wir um 10:22 an der 2. ZK ankom­men und hier nun wie­der 10 Minu­ten Zeit für den Ser­vice haben, bevor wir um Punkt 10:32 wie­der genau 1 Minu­te Zeit haben um durch die ZK zu fah­ren. Wenn ihr auf der Etap­pe schnel­ler seid, habt ihr ent­spre­chend mehr Zeit vor der ZK und den Ser­vice an euch und dem Motor­rad. Das Gan­ze ist nun eine Run­de und je nach Ver­an­stal­tung fah­ren wir 3 oder 4 Run­den.

Bei einer Län­ge von 70km und einer Etap­pen­zeit von 120 Minu­ten und 2 Son­der­prü­fun­gen sind wir heu­te also 210km, 6 Son­der­prü­fun­gen und 6 Stun­den Motor­rad gefah­ren – wo wir wie­der beim Punkt Fit­ness wären…

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