Motor­sport zu betrei­ben ist lei­der recht auf­wen­dig und Zeit­in­ten­siv. Ohne die Unter­stüt­zung der Fami­lie und viel Ver­ständ­nis der Freun­de ist die­ser Sport kaum auf höhe­ren Ebe­nen zu betrei­ben. In die­sem Arti­kel möch­te ich euch Zei­gen, wie ein typi­sches Renn­wo­chen­en­de aus­sieht. 

Wie sieht ein klassisches Rennwochenende aus?

Ein typi­schen Renn­wo­chen­en­de star­tet für mich bereits am Frei­tag direkt nach Fei­er­abend. Ich per­sön­lich muss dabei erwäh­nen, dass ich bei allen bereits geschrie­ben Vor­gän­gen unglaub­lich gro­ße Unter­stüt­zung durch mei­ne Fami­lie erhal­te und mir sehr viel Arbeit abge­nom­men wird. Am Frei­tag nach der Arbeit begin­ne ich damit, unser Wohnmobil/Sprinter ent­spre­chend ein­zu­räu­men, alles zu ver­la­den und die letz­ten Din­ge ein­zu­kau­fen. Der Frei­tag ist ein rei­ner Anrei­­se-Tag zur Ver­an­stal­tung. Bei der Ver­an­stal­tung ange­kom­men, suchen wir uns einen pas­sen­den Platz im Fah­rer­la­ger und bau­en­bei­spiels­wei­se das Zelt auf. Da ich selbst Frei­tag recht lan­ge arbei­ten muss, kom­men wir in der Regel erst spät bei der Ver­an­stal­tung an und es geht vor Ort meis­tens direkt ins Bett.

Der Sams­tag beginnt recht früh. Nach dem Auf­ste­hen & Früh­stü­cken geht es meis­tens mit dem Begleit­fahr­zeug (bei uns ist es ein 125er Rol­ler) direkt zu den Son­der­prü­fun­gen. Es ist für die Fah­rer immer wich­tig, die Prü­fun­gen am Tag vor der eigent­li­chen Ver­an­stal­tung zu besich­ti­gen und sich den immer neu­en Stre­cken­ver­lauf so gut es geht ein­zu­prä­gen – es gibt kei­ne Mög­lich­keit, die Stre­cke vor­her ein­mal zu befah­ren oder zu trai­nie­ren. Am nächs­ten Tag müs­sen hier direkt Best­zei­ten gefah­ren wer­den. Ich ver­su­che den Sams­tag zu nut­zen und alle Son­der­prü­fun­gen 2x abzu­ge­hen um mir alle wich­ti­gen Ecken zu mer­ken. Die Son­der­prü­fun­gen haben immer eine Län­ge um die 10km und ent­spre­chend lan­ge dau­ert das Ablau­fen der Stre­cke. Nach­dem wir die Prü­fun­gen gelau­fen sind, mel­de ich mich im Renn­bü­ro mit mei­ner Lizenz, Füh­rer­schein, Fahr­zeug­schein und Trans­pon­der (zur Zeit­mes­sung) an und erhal­te hier mei­ne tech­ni­sches Daten­blatt, dass ich bei mei­ner Nen­nung mit­ge­schickt habe. Sobald ich die Anmel­dung hin­ter mich gebracht habe, mache ich mich an die letz­ten Abstim­mun­gen an mei­nem Motor­rad, tan­ke und prü­fe, ob auch alles genau so ist, wie ich am Fol­ge­tag in das Ren­nen star­ten möch­te.

Mit mei­nen Hel­men, dem tech­ni­schen Daten­blatt, mon­tier­tem Trans­pon­der und mei­nem Motor­rad geht es dann zur tech­ni­schen Abnah­me. Bei der tech­ni­schen Abnah­me wird geprüft, ob die Hel­me zuge­las­sen sind, kei­ne gro­ben Schä­den auf­wei­sen und ob das Motor­rad den vor­ge­ge­be­nen Sicher­heits­be­stim­mun­gen ent­spricht und Stra­ßen­ver­kehrs­ge­recht funk­tio­niert. Nach erfolg­rei­cher Abnah­me kommt das Motor­rad dann in den Park-Fer­­me. Hier darf es bis zum Start am nächs­ten Vor­mit­tag nicht mehr ange­rührt wer­den. Der Sams­tag ist inzwi­schen schon so gut wie vor­über und meis­tens tref­fen wir im Team noch letz­te Vor­be­rei­tun­gen, wie das Erstel­len, Aus­dru­cken und Lami­nie­ren der Zei­ten. Im Anschluss essen wir gemein­sam und gehen vor dem frü­hen Schla­fen (so gegen 22:00 Uhr) noch duschen.

Auch am Sonn­tag haben wir kei­ne Zeit zum Aus­schla­fen und der Wecker klin­gelt meis­tens bereits um 06:00 Uhr. Nach dem Auf­ste­hen lau­fen wir uns im Team locker warm und machen ein paar Dehn­übun­gen. Anschlie­ßend gibt es ein klei­nes Früh­stück und es wird sich umge­zo­gen. 5 Minu­ten vor unse­rer Start­zeit bekom­men die Fah­rer Zugang zum Parc-Fer­­me und kön­nen ihr Motor­rad in vol­ler Mon­tur zum Start schie­ben. Pünkt­lich zur Start­zeit geht es dann ins Ren­nen.

Nach dem Ren­nen muss das Motor­rad wie­der in den Park-Fer­­me. Jeder Fah­rer hat 30 Minu­ten Zeit einen Pro­test ein­zu­le­gen, wenn er meint, dass irgend­was nicht mit rech­ten Din­gen zugeht – ist mir aber bis­her noch nicht pas­siert. Die Fah­rer zie­hen sich um, die Plat­zier­ten neh­men an der Sie­ger­eh­rung teil, holen ihre Lizen­zen ab und 30 Minu­ten nach­dem der letz­te Fah­rer sei­ner Klas­se sein Motor­rad im Park-Fer­­me abge­ge­ben hat, dür­fen alle Fah­rer ihre Motor­rä­der dort wie­der holen. Die Teams laden alle Zel­te, Werk­zeu­ge, Ver­pfle­gung, Tech­nik und Maschi­nen ein und ab geht’s gen Hei­mat. Zuhau­se ange­kom­men muss alles wie­der ent­la­den und ent­spre­chend ver­staut wer­den. Die Beklei­dung und das Motor­rad muss ent­spre­chend gerei­nigt, gepflegt und gewar­tet wer­den. Im Grun­de kann man sagen, dass man für 6 Stun­den Fahr­zeit —  je nach Wet­ter und Stre­cke — etwa das dop­pel­te an Zeit braucht, bis alles wie­der per­fekt vor­be­rei­tet ist und wir am kom­men­den Wochen­en­de wie­der bes­tens vor­be­rei­tet zum nächs­ten Ren­nen star­ten kön­nen.

Habt ihr nun einen Überblick?

In die­sem Arti­kel habe ich euch einen Ein­blick in die Welt eines ambi­tio­nier­ten Ama­­teur-Fah­­rers gege­ben. Natür­lich gibt es hier und dort Abwei­chun­gen bei Ver­an­stal­tun­gen und Vor­gän­gen aber in Grun­de ist das der Endu­ro Sport – der Sport, der von Mensch und Maschi­ne das Äußers­te ver­langt und jedes Wochen­en­de wie­der tau­sen­de begeis­ter­te Zuschau­er an die Stre­cken die­ses Lan­des bewegt. Zu guter Letzt zei­ge ich euch noch mei­nen Renn­ka­len­der für das Jahr 2017. Viel­leicht ist ja das eine oder ande­re Ren­nen bei euch in der Nähe und ihr fahrt selbst mit oder kommt zum Zugu­cken und Anfeu­ern vor­bei.

Über euer Feed­back freue ich mich wie immer rie­sig und auch bei Anmer­kun­gen oder Ergän­zun­gen zögert bit­te nicht zu schrei­ben.

Euer Puschi

Motor­sport zu betrei­ben ist lei­der recht auf­wen­dig und Zeit­in­ten­siv. Ohne die Unter­stüt­zung der Fami­lie und viel Ver­ständ­nis der Freun­de ist die­ser Sport kaum auf höhe­ren Ebe­nen zu betrei­ben. In die­sem Arti­kel möch­te ich euch Zei­gen, wie ein typi­sches Renn­wo­chen­en­de aus­sieht. 

Wie sieht ein klassisches Rennwochenende aus?

Ein typi­schen Renn­wo­chen­en­de star­tet für mich bereits am Frei­tag direkt nach Fei­er­abend. Ich per­sön­lich muss dabei erwäh­nen, dass ich bei allen bereits geschrie­ben Vor­gän­gen unglaub­lich gro­ße Unter­stüt­zung durch mei­ne Fami­lie erhal­te und mir sehr viel Arbeit abge­nom­men wird. Am Frei­tag nach der Arbeit begin­ne ich damit, unser Wohnmobil/Sprinter ent­spre­chend ein­zu­räu­men, alles zu ver­la­den und die letz­ten Din­ge ein­zu­kau­fen. Der Frei­tag ist ein rei­ner Anrei­­se-Tag zur Ver­an­stal­tung. Bei der Ver­an­stal­tung ange­kom­men, suchen wir uns einen pas­sen­den Platz im Fah­rer­la­ger und bau­en­bei­spiels­wei­se das Zelt auf. Da ich selbst Frei­tag recht lan­ge arbei­ten muss, kom­men wir in der Regel erst spät bei der Ver­an­stal­tung an und es geht vor Ort meis­tens direkt ins Bett.

Der Sams­tag beginnt recht früh. Nach dem Auf­ste­hen & Früh­stü­cken geht es meis­tens mit dem Begleit­fahr­zeug (bei uns ist es ein 125er Rol­ler) direkt zu den Son­der­prü­fun­gen. Es ist für die Fah­rer immer wich­tig, die Prü­fun­gen am Tag vor der eigent­li­chen Ver­an­stal­tung zu besich­ti­gen und sich den immer neu­en Stre­cken­ver­lauf so gut es geht ein­zu­prä­gen – es gibt kei­ne Mög­lich­keit, die Stre­cke vor­her ein­mal zu befah­ren oder zu trai­nie­ren. Am nächs­ten Tag müs­sen hier direkt Best­zei­ten gefah­ren wer­den. Ich ver­su­che den Sams­tag zu nut­zen und alle Son­der­prü­fun­gen 2x abzu­ge­hen um mir alle wich­ti­gen Ecken zu mer­ken. Die Son­der­prü­fun­gen haben immer eine Län­ge um die 10km und ent­spre­chend lan­ge dau­ert das Ablau­fen der Stre­cke. Nach­dem wir die Prü­fun­gen gelau­fen sind, mel­de ich mich im Renn­bü­ro mit mei­ner Lizenz, Füh­rer­schein, Fahr­zeug­schein und Trans­pon­der (zur Zeit­mes­sung) an und erhal­te hier mei­ne tech­ni­sches Daten­blatt, dass ich bei mei­ner Nen­nung mit­ge­schickt habe. Sobald ich die Anmel­dung hin­ter mich gebracht habe, mache ich mich an die letz­ten Abstim­mun­gen an mei­nem Motor­rad, tan­ke und prü­fe, ob auch alles genau so ist, wie ich am Fol­ge­tag in das Ren­nen star­ten möch­te.

Mit mei­nen Hel­men, dem tech­ni­schen Daten­blatt, mon­tier­tem Trans­pon­der und mei­nem Motor­rad geht es dann zur tech­ni­schen Abnah­me. Bei der tech­ni­schen Abnah­me wird geprüft, ob die Hel­me zuge­las­sen sind, kei­ne gro­ben Schä­den auf­wei­sen und ob das Motor­rad den vor­ge­ge­be­nen Sicher­heits­be­stim­mun­gen ent­spricht und Stra­ßen­ver­kehrs­ge­recht funk­tio­niert. Nach erfolg­rei­cher Abnah­me kommt das Motor­rad dann in den Park-Fer­­me. Hier darf es bis zum Start am nächs­ten Vor­mit­tag nicht mehr ange­rührt wer­den. Der Sams­tag ist inzwi­schen schon so gut wie vor­über und meis­tens tref­fen wir im Team noch letz­te Vor­be­rei­tun­gen, wie das Erstel­len, Aus­dru­cken und Lami­nie­ren der Zei­ten. Im Anschluss essen wir gemein­sam und gehen vor dem frü­hen Schla­fen (so gegen 22:00 Uhr) noch duschen.

Auch am Sonn­tag haben wir kei­ne Zeit zum Aus­schla­fen und der Wecker klin­gelt meis­tens bereits um 06:00 Uhr. Nach dem Auf­ste­hen lau­fen wir uns im Team locker warm und machen ein paar Dehn­übun­gen. Anschlie­ßend gibt es ein klei­nes Früh­stück und es wird sich umge­zo­gen. 5 Minu­ten vor unse­rer Start­zeit bekom­men die Fah­rer Zugang zum Parc-Fer­­me und kön­nen ihr Motor­rad in vol­ler Mon­tur zum Start schie­ben. Pünkt­lich zur Start­zeit geht es dann ins Ren­nen.

Nach dem Ren­nen muss das Motor­rad wie­der in den Park-Fer­­me. Jeder Fah­rer hat 30 Minu­ten Zeit einen Pro­test ein­zu­le­gen, wenn er meint, dass irgend­was nicht mit rech­ten Din­gen zugeht – ist mir aber bis­her noch nicht pas­siert. Die Fah­rer zie­hen sich um, die Plat­zier­ten neh­men an der Sie­ger­eh­rung teil, holen ihre Lizen­zen ab und 30 Minu­ten nach­dem der letz­te Fah­rer sei­ner Klas­se sein Motor­rad im Park-Fer­­me abge­ge­ben hat, dür­fen alle Fah­rer ihre Motor­rä­der dort wie­der holen. Die Teams laden alle Zel­te, Werk­zeu­ge, Ver­pfle­gung, Tech­nik und Maschi­nen ein und ab geht’s gen Hei­mat. Zuhau­se ange­kom­men muss alles wie­der ent­la­den und ent­spre­chend ver­staut wer­den. Die Beklei­dung und das Motor­rad muss ent­spre­chend gerei­nigt, gepflegt und gewar­tet wer­den. Im Grun­de kann man sagen, dass man für 6 Stun­den Fahr­zeit —  je nach Wet­ter und Stre­cke — etwa das dop­pel­te an Zeit braucht, bis alles wie­der per­fekt vor­be­rei­tet ist und wir am kom­men­den Wochen­en­de wie­der bes­tens vor­be­rei­tet zum nächs­ten Ren­nen star­ten kön­nen.

Habt ihr nun einen Überblick?

In die­sem Arti­kel habe ich euch einen Ein­blick in die Welt eines ambi­tio­nier­ten Ama­­teur-Fah­­rers gege­ben. Natür­lich gibt es hier und dort Abwei­chun­gen bei Ver­an­stal­tun­gen und Vor­gän­gen aber in Grun­de ist das der Endu­ro Sport – der Sport, der von Mensch und Maschi­ne das Äußers­te ver­langt und jedes Wochen­en­de wie­der tau­sen­de begeis­ter­te Zuschau­er an die Stre­cken die­ses Lan­des bewegt. Zu guter Letzt zei­ge ich euch noch mei­nen Renn­ka­len­der für das Jahr 2017. Viel­leicht ist ja das eine oder ande­re Ren­nen bei euch in der Nähe und ihr fahrt selbst mit oder kommt zum Zugu­cken und Anfeu­ern vor­bei.

Über euer Feed­back freue ich mich wie immer rie­sig und auch bei Anmer­kun­gen oder Ergän­zun­gen zögert bit­te nicht zu schrei­ben.

Euer Puschi

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