Langsam und lautlos mache ich mich auf den Weg durch das abend­liche Bischkek, die Haupt­stadt Kir­gi­siens. Ich will mich für den Abend muni­tio­nieren. Einen Abend nur mit mir, meinem Stift und einer Fla­sche Cognac. Heute will ich schreiben. Schreiben über das, was ich in den ver­gan­genen Tagen erleben durfte auf einer unglaub­li­chen Reise durch das Tian-Shan Gebirge in Zen­tral­asien. Ein Bericht von Kevin.

Eine herr­liche Fla­sche Fusel, zum Anheizen der Syn­apsen drei halbe Liter Bier und das Friendly Fire nimmt seinen Lauf, mein Stift beginnt zu glühen. Wieder einmal sitze ich an einem Tisch mit einer dieser ewig häss­li­chen, geblümten Tisch­de­cken. Und doch muss ich zugeben, dass sie mich irgendwie auch immer wieder aufs Neue ver­zau­bern. Sie bringen Farbe in die triste Berg­welt. Wäh­rend ich meine Zeilen schreibe, trinke ich immer wieder auf all die Alpi­nisten, die den Khan Tengri mit seinen 7.010 Höhen­me­tern bezwungen haben. Auf alle jene, die ich in meinem großen Ziel der Reise, dem Basis­lager auf 4.000 Höhen­me­tern über Null treffen durfte. Ich trinke auf all die Men­schen, die ihre lang­ersehnte Absti­nenz vom Alltag im Grenz­dreieck von Kir­gi­sien (auch Kir­gi­si­stan), Kasach­stan und China genießen. Und auf Men­schen wie Nina, die mich die gesamte Reise begleitet und ihre Mut­ter­sprache für mich mit großem Durch­hal­te­ver­mögen ins Eng­li­sche über­setzt hat – patrio­tisch wie der ehe­ma­lige Sowjet nun einmal ist, sind seine Fremd­spra­chen­kennt­nisse eher über­schaubar. Viel­leicht macht aber auch genau das den Reiz einer sol­chen Reise aus. Ich mag es, da zu sitzen und mich an der Deu­tung einer fremden und doch so roman­ti­schen Sprache zu ver­su­chen. Wäh­rend meiner Reise freunde ich mich aller­dings mit noch viel mehr an, sogar mit dem bei­ßenden Höhen­kopf­schmerz. Ihn nehme ich lieber in Kauf als das ewige Kopf­zer­bre­chen im Alltag und auf der Arbeit.

Die mehrtägige Tour in das Basislager beginnt strapaziös

Ninas mas­sie­rende Hände sind mein Balsam nach der ersten, sie­ben­stün­digen Wan­de­rung ent­lang des Flusses Inylt­schek, wäh­rend der mein schwerer Ruck­sack mir einen Nerv ein­klemmt. Die Beloh­nung des Tages aber ist eine andere und so klemme ich mir eine selbst­ge­drehte Kippe zwi­schen die Lippen. Pures Gift und zugleich ein Hauch von Frei­heit jagt durch das dick­flüs­sige Blut meiner Gefäße. Als die kühle Abend­luft den Rauch ver­treibt, begebe ich mich in mein Zelt zu Nina, lege mich in den Schlaf­sack. Wir schmiegen uns anein­ander und trotzen der Kälte vor den nächsten Etappen, die uns in den kom­menden fünf Tagen in eine unwirk­lich been­gende Kulisse zwi­schen Sechs- und Sie­ben­tau­sen­dern ein­tau­chen lassen. Wir werden auf Glet­scher­mo­ränen von Camp zu Camp wan­dern, bis hin zum Basis­lager des Him­mel­herr­schers der Khan Tengri. Am nächsten Morgen fühle ich mich prächtig, die ein­zig­ar­tige Magie unter dem ster­nen­rei­chen Nacht­himmel hat gut getan.

Und doch bleibt die Frage: Was treibt den Men­schen an solch ver­meint­lich karge, triste Orte, wenn er doch weiß, dass er es leichter haben könnte? Für mich ist es der Drang, das pure, echte Leben zu spüren. Ein Leben, in dem Nutz­tiere noch von Nutzen sind und zur Beloh­nung im satten Grün weiden dürfen. Ver­mut­lich hat das tote Stück Fleisch aus der hei­mi­schen „Fri­sche­theke“ nie­mals auch nur einen Gras­halm erahnen dürfen. Kurz nach unserem Auf­bruch tun sich meh­rere rei­ßende Fluss­läufe auf. Sie sind trüb und tief wie die Tränen eines mit Kajal-umrahmten Auges. Ein Glück, dass Pferd und Reiter Nahe sind und helfen, dem unweg­samen Unter­grund und den Strö­mungen zu trotzen.

An zwei wei­teren Fluss­läufen bleibt uns nichts, als die eis­kalten Strö­mungen mit dem Gepäck auf dem Kopf zu durch­queren. Das, was kurz darauf auf uns wartet ent­lohnt umso mehr. Ein Glet­scher bahnt sich unbe­re­chenbar seinen Weg durch die Stein­wüste. Als wir Rast machen, lässt uns ein lautes Kra­chen der Berge ver­stummen. Eine Lawine geht in sicherer Ent­fer­nung ab, das Macht­spiel der Natur­ge­walten endet wie in einem Orchester aus Schlag­in­stru­menten. Unser Schweigen kommt mir vor wie der Schmuck der Ein­sam­keit, der den allzu mate­ri­ellen Schmuck des hei­mi­schen All­tags ablöst. Ich komme mir winzig vor in dieser atem­be­rau­benden Natur, alles hier ist uns über­legen.

Über zehn Stunden sind wir auf dem Gletscher unterwegs, bis wir die erlösenden gelben Zeltkuppen des Basislagers vor uns sehen

Nach einer erneuten Bett­ruhe wan­dern wir über eines der ältesten Museen dieses Erd­balls, den Engiltschek Glet­scher. Die Dia­loge fla­chen ab, die Kon­zen­tra­tion ist hoch auf diesem Museum der Eis­zeiten, einer Kunst­gal­lerie der Abs­trakt­heit mit beein­dru­ckenden Farben. Nicht immer fühle ich mich sicher, hoffe, dass unser Guide Nathalie den rich­tigen Weg wählt. Der Glet­scher bewegt sich, scheint im Takt zu sein, ich spüre unter meinen Füßen seine beacht­liche Auf­ruhr, ein Grollen im Inneren. Das Eis presst müh­selig die hart­nä­ckigen Fels­bro­cken heraus, sie fallen hinab in unter­ir­di­sche Flüsse. So wird ein Ein­dring­ling wie ich als gebüh­rend emp­fangen. Über zehn Stunden sind wir auf dem Glet­scher unter­wegs, bis wir die erlö­senden gelben Zelt­kuppen des Basis­la­gers vor uns sehen. Unsere Köpfe tanzen Polka, wir tau­meln vor Erschöp­fung nur so vor uns hin. Die gna­den­losen Son­nen­strahlen machen uns träge und setzen auf knapp 4.000 Höhen­me­tern beson­ders zu. Nathalie hat es geschafft, sie hat uns sicher in das Base­camp gelotst. Sie kennt alle Fährten, ist hoch ange­sehen unter den kir­gi­si­schen Berg­stei­gern und hat bereits einige 7.000er erklommen. Ein beru­hi­gendes Gefühl, unser Leben liegt schließ­lich in ihren Händen.

Die Beloh­nung für unsere schweiß­trei­bende Tour soll die Banja werden, ein rus­si­sches Dampfbad. Hoch­ge­han­delt unter den Alpi­nisten und doch das wohl gefähr­lichste, was mir auf dieser Tour wie­der­fährt. Eine Banja wird ange­trieben von einem Holz­ofen, der das Wasser erhitzt. Da Holz in einer sol­chen Land­schaft Man­gel­ware ist, wurde eine Gas­fla­sche mit vier­fach geflicktem, porösem Schlauch und ros­tigen Schellen ein­ge­baut. Ein Alp­traum für einen DIN-Norm geprägten deut­schen Schweiß­fach­mann mit Meis­ter­titel. Am liebsten würde ich den gesamten Scheiß­laden hier zur Moral­pre­digt antanzen lassen. Mache ich natür­lich nicht, und doch will sich die Ent­span­nung bei mir nicht mehr so recht ein­stellen. Erneut sind es Ninas zarte Hände, die mich beru­higen. Sie wäscht mir sanft jeg­li­ches Gewicht von meinen Schul­tern. Warmes Wasser und ihre beru­hi­genden Hände, eine Wohltat diese Rei­ni­gung.

Sechs Tage waren wir nun schon unter­wegs, schon Morgen wird uns der Heli­ko­pter aus­fliegen. Und so schließt sich der Kreis. Ich hebe mein Glas, schließ­lich gilt es auch heute erfolg­reiche Abstiege anderer Alpi­nisten zu begießen. Im Mor­gen­grauen lärmen die Rotor­blätter des Heli­ko­pters bereits aus großer Ent­fer­nung. Die sowje­ti­sche Blech­kiste bahnt sich in der bei­ßend kalten Mor­gen­luft ihren Weg zwi­schen den Hängen. Wir gehen in Deckung, ver­bleiben flach auf dem Boden bis zur Lan­dung, werfen das Gepäck eilig in das Innere des lär­menden Mons­ters. Ein letzter Blick zurück, das Abni­cken des Piloten und schon ver­schwindet die Boden­crew in den auf­ge­wühlten Eis­kris­tallen. Schöne Dinge fragen nicht nach Auf­merk­sam­keit. Das lerne ich wieder einmal, als ich Nina am Fenster des Heli­ko­pters beob­achte. Ihr Blick ist zufrieden, er ver­ar­beitet die Schön­heit der Berge und unserer Route.  Nina strahlt die Wärme in den kalten Höhen aus. Bis wir zur Lan­dung ansetzen ver­weile ich in diesem Moment.

Text: Kevin | Fotos: Kevin | Layout: Tobi

Langsam und lautlos mache ich mich auf den Weg durch das abend­liche Bischkek, die Haupt­stadt Kir­gi­siens. Ich will mich für den Abend muni­tio­nieren. Einen Abend nur mit mir, meinem Stift und einer Fla­sche Cognac. Heute will ich schreiben. Schreiben über das, was ich in den ver­gan­genen Tagen erleben durfte auf einer unglaub­li­chen Reise durch das Tian-Shan Gebirge in Zen­tral­asien. Ein Bericht von Kevin.

Eine herr­liche Fla­sche Fusel, zum Anheizen der Syn­apsen drei halbe Liter Bier und das Friendly Fire nimmt seinen Lauf, mein Stift beginnt zu glühen. Wieder einmal sitze ich an einem Tisch mit einer dieser ewig häss­li­chen, geblümten Tisch­de­cken. Und doch muss ich zugeben, dass sie mich irgendwie auch immer wieder aufs Neue ver­zau­bern. Sie bringen Farbe in die triste Berg­welt. Wäh­rend ich meine Zeilen schreibe, trinke ich immer wieder auf all die Alpi­nisten, die den Khan Tengri mit seinen 7.010 Höhen­me­tern bezwungen haben. Auf alle jene, die ich in meinem großen Ziel der Reise, dem Basis­lager auf 4.000 Höhen­me­tern über Null treffen durfte. Ich trinke auf all die Men­schen, die ihre lang­ersehnte Absti­nenz vom Alltag im Grenz­dreieck von Kir­gi­sien (auch Kir­gi­si­stan), Kasach­stan und China genießen. Und auf Men­schen wie Nina, die mich die gesamte Reise begleitet und ihre Mut­ter­sprache für mich mit großem Durch­hal­te­ver­mögen ins Eng­li­sche über­setzt hat – patrio­tisch wie der ehe­ma­lige Sowjet nun einmal ist, sind seine Fremd­spra­chen­kennt­nisse eher über­schaubar. Viel­leicht macht aber auch genau das den Reiz einer sol­chen Reise aus. Ich mag es, da zu sitzen und mich an der Deu­tung einer fremden und doch so roman­ti­schen Sprache zu ver­su­chen. Wäh­rend meiner Reise freunde ich mich aller­dings mit noch viel mehr an, sogar mit dem bei­ßenden Höhen­kopf­schmerz. Ihn nehme ich lieber in Kauf als das ewige Kopf­zer­bre­chen im Alltag und auf der Arbeit.

Die mehrtägige Tour in das Basislager beginnt strapaziös

Ninas mas­sie­rende Hände sind mein Balsam nach der ersten, sie­ben­stün­digen Wan­de­rung ent­lang des Flusses Inylt­schek, wäh­rend der mein schwerer Ruck­sack mir einen Nerv ein­klemmt. Die Beloh­nung des Tages aber ist eine andere und so klemme ich mir eine selbst­ge­drehte Kippe zwi­schen die Lippen. Pures Gift und zugleich ein Hauch von Frei­heit jagt durch das dick­flüs­sige Blut meiner Gefäße. Als die kühle Abend­luft den Rauch ver­treibt, begebe ich mich in mein Zelt zu Nina, lege mich in den Schlaf­sack. Wir schmiegen uns anein­ander und trotzen der Kälte vor den nächsten Etappen, die uns in den kom­menden fünf Tagen in eine unwirk­lich been­gende Kulisse zwi­schen Sechs- und Sie­ben­tau­sen­dern ein­tau­chen lassen. Wir werden auf Glet­scher­mo­ränen von Camp zu Camp wan­dern, bis hin zum Basis­lager des Him­mel­herr­schers der Khan Tengri. Am nächsten Morgen fühle ich mich prächtig, die ein­zig­ar­tige Magie unter dem ster­nen­rei­chen Nacht­himmel hat gut getan.

Und doch bleibt die Frage: Was treibt den Men­schen an solch ver­meint­lich karge, triste Orte, wenn er doch weiß, dass er es leichter haben könnte? Für mich ist es der Drang, das pure, echte Leben zu spüren. Ein Leben, in dem Nutz­tiere noch von Nutzen sind und zur Beloh­nung im satten Grün weiden dürfen. Ver­mut­lich hat das tote Stück Fleisch aus der hei­mi­schen „Fri­sche­theke“ nie­mals auch nur einen Gras­halm erahnen dürfen. Kurz nach unserem Auf­bruch tun sich meh­rere rei­ßende Fluss­läufe auf. Sie sind trüb und tief wie die Tränen eines mit Kajal-umrahmten Auges. Ein Glück, dass Pferd und Reiter Nahe sind und helfen, dem unweg­samen Unter­grund und den Strö­mungen zu trotzen.

An zwei wei­teren Fluss­läufen bleibt uns nichts, als die eis­kalten Strö­mungen mit dem Gepäck auf dem Kopf zu durch­queren. Das, was kurz darauf auf uns wartet ent­lohnt umso mehr. Ein Glet­scher bahnt sich unbe­re­chenbar seinen Weg durch die Stein­wüste. Als wir Rast machen, lässt uns ein lautes Kra­chen der Berge ver­stummen. Eine Lawine geht in sicherer Ent­fer­nung ab, das Macht­spiel der Natur­ge­walten endet wie in einem Orchester aus Schlag­in­stru­menten. Unser Schweigen kommt mir vor wie der Schmuck der Ein­sam­keit, der den allzu mate­ri­ellen Schmuck des hei­mi­schen All­tags ablöst. Ich komme mir winzig vor in dieser atem­be­rau­benden Natur, alles hier ist uns über­legen.

Über zehn Stunden sind wir auf dem Gletscher unterwegs, bis wir die erlösenden gelben Zeltkuppen des Basislagers vor uns sehen

Nach einer erneuten Bett­ruhe wan­dern wir über eines der ältesten Museen dieses Erd­balls, den Engiltschek Glet­scher. Die Dia­loge fla­chen ab, die Kon­zen­tra­tion ist hoch auf diesem Museum der Eis­zeiten, einer Kunst­gal­lerie der Abs­trakt­heit mit beein­dru­ckenden Farben. Nicht immer fühle ich mich sicher, hoffe, dass unser Guide Nathalie den rich­tigen Weg wählt. Der Glet­scher bewegt sich, scheint im Takt zu sein, ich spüre unter meinen Füßen seine beacht­liche Auf­ruhr, ein Grollen im Inneren. Das Eis presst müh­selig die hart­nä­ckigen Fels­bro­cken heraus, sie fallen hinab in unter­ir­di­sche Flüsse. So wird ein Ein­dring­ling wie ich als gebüh­rend emp­fangen. Über zehn Stunden sind wir auf dem Glet­scher unter­wegs, bis wir die erlö­senden gelben Zelt­kuppen des Basis­la­gers vor uns sehen. Unsere Köpfe tanzen Polka, wir tau­meln vor Erschöp­fung nur so vor uns hin. Die gna­den­losen Son­nen­strahlen machen uns träge und setzen auf knapp 4.000 Höhen­me­tern beson­ders zu. Nathalie hat es geschafft, sie hat uns sicher in das Base­camp gelotst. Sie kennt alle Fährten, ist hoch ange­sehen unter den kir­gi­si­schen Berg­stei­gern und hat bereits einige 7.000er erklommen. Ein beru­hi­gendes Gefühl, unser Leben liegt schließ­lich in ihren Händen.

Die Beloh­nung für unsere schweiß­trei­bende Tour soll die Banja werden, ein rus­si­sches Dampfbad. Hoch­ge­han­delt unter den Alpi­nisten und doch das wohl gefähr­lichste, was mir auf dieser Tour wie­der­fährt. Eine Banja wird ange­trieben von einem Holz­ofen, der das Wasser erhitzt. Da Holz in einer sol­chen Land­schaft Man­gel­ware ist, wurde eine Gas­fla­sche mit vier­fach geflicktem, porösem Schlauch und ros­tigen Schellen ein­ge­baut. Ein Alp­traum für einen DIN-Norm geprägten deut­schen Schweiß­fach­mann mit Meis­ter­titel. Am liebsten würde ich den gesamten Scheiß­laden hier zur Moral­pre­digt antanzen lassen. Mache ich natür­lich nicht, und doch will sich die Ent­span­nung bei mir nicht mehr so recht ein­stellen. Erneut sind es Ninas zarte Hände, die mich beru­higen. Sie wäscht mir sanft jeg­li­ches Gewicht von meinen Schul­tern. Warmes Wasser und ihre beru­hi­genden Hände, eine Wohltat diese Rei­ni­gung.

Sechs Tage waren wir nun schon unter­wegs, schon Morgen wird uns der Heli­ko­pter aus­fliegen. Und so schließt sich der Kreis. Ich hebe mein Glas, schließ­lich gilt es auch heute erfolg­reiche Abstiege anderer Alpi­nisten zu begießen. Im Mor­gen­grauen lärmen die Rotor­blätter des Heli­ko­pters bereits aus großer Ent­fer­nung. Die sowje­ti­sche Blech­kiste bahnt sich in der bei­ßend kalten Mor­gen­luft ihren Weg zwi­schen den Hängen. Wir gehen in Deckung, ver­bleiben flach auf dem Boden bis zur Lan­dung, werfen das Gepäck eilig in das Innere des lär­menden Mons­ters. Ein letzter Blick zurück, das Abni­cken des Piloten und schon ver­schwindet die Boden­crew in den auf­ge­wühlten Eis­kris­tallen. Schöne Dinge fragen nicht nach Auf­merk­sam­keit. Das lerne ich wieder einmal, als ich Nina am Fenster des Heli­ko­pters beob­achte. Ihr Blick ist zufrieden, er ver­ar­beitet die Schön­heit der Berge und unserer Route.  Nina strahlt die Wärme in den kalten Höhen aus. Bis wir zur Lan­dung ansetzen ver­weile ich in diesem Moment.

Text: Kevin | Fotos: Kevin | Layout: Tobi

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